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1803 erwarb Ludwig van Beethoven beim Pariser Klavier und Harfenbauer Sébastien Érard einen Hammerflügel, der heute Eigentum des Oberösterreichischen Landesmuseums Linz ist. Abgesehen von den nicht ganz geklärten Umständen der Erwerbung durch Beethoven, ist für die Beethoven-Forschung und die Interpretation seiner Klavierwerke vor allem interessant, dass es sich bei dem Flügel um ein Instrument mit Stoßmechanik, also einer sogenannten englischen Mechanik, handelt, die ganz andere Anforderungen an den Klaviervirtuosen Beethoven stellte als die damals in Wien übliche Prellmechanik.

Tom Beghin am Nachbau von Beethovens Érard-Flügel
Tom Beghin am Nachbau von Beethovens Érard-Flügel © Johan Vanbrabant

Gemeinsam mit Chris Maene hat der belgisch-kanadische Pianist und Musikforscher Tom Beghin, einer der weltweit führenden Spezialisten für das Spiel auf historischen Hammerflügeln, im Rahmen eines Forschungsprojekts am Orpheus Institute in Gent Beethovens Érard-Flügel untersucht, dokumentiert und nachgebaut. Mit Hilfe dieses Nachbaus erschließen sich uns völlig neuartige Aspekte in der Musiksprache Beethovens.

Tom Beghin spielt die Sonate in G-Dur, Op. 64 (Paris, publ. 1805) von Daniel Steibelt und die Sonate in C-Dur, Op. 53, “Waldstein”, von Ludwig van Beethoven.
Zusätzliche Informationen
Preis: 14,00 €

Ermäßigter Preis: 8,00 €

Anmeldung/Buchung: Kartenvorbestellung unter Tel.: 030.25481178 oder kasse@mimpk.de
Termine
Datum
Musikinstrumentenmuseum - Ben-Gurion-Straße