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Jüdische Mädchenschule Berlin
Eingangsbereich der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule © visitBerlin, Foto: Arthur F. Selbach

Ehemalige jüdische Mädchenschule

„Haus der Kunst und Esskultur“

Die ehemalige jüdische Mädchenschule und zu DDR-Zeiten Polytechnische Oberschule Bertolt Brecht in der Augustraße 11-13 ist mittlerweile ein Ort künstlerischer Begegnungen und gehobener Kulinarik am Galerienstandort Mitte.

Geschichte der ehemaligen jüdische Mädchenschule

Eines der letzten Bauvorhaben vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten war die Errichtung der jüdischen Mädchenschule zwischen 1927 und 1928 in Berlin Mitte. 1941 wurden während des Schulbetriebes Deportationen im Hof durchgeführt. Ein Jahr später wurde die Schule geschlossen und bis Ende des Zweiten Weltkriegs vom katholischen St. Hedwigs Hospital genutzt. Nachdem das Gebäude 1996 der Jüdischen Gemeinde zugesprochen wurde, stand das 3.300 qm große Areal jahrelang leer. Erst 2006 fand das Haus als Austragungsort der 4. Berlin Biennale wieder größere Beachtung.

Haus der Kunst und Esskultur

2011 mietete der Galerist Michael Fuchs die ehemalige Schule, die nach einjähriger Sanierung im Februar 2012 als Haus der Kunst und Esskultur eröffnete. Neben der Michael Fuchs Galerie sind auch das Museum the Kennedys, die Foto-Galerie Camera Work sowie der Salon Berlin - Schau- und Projektraum des Museum Frieder Burda in das Baudenkmal eingezogen. Komplementiert wird dieser Ort für Gegenwartskunst durch gastronomische Highlights. Das Team des Grill Royal wurde von den Goldenen 20er-Jahren inspiriert und eröffnet das Restaurant „Pauly-Saal“ sowie die „Pauly-Bar“. Nebenan bietet das „Mogg“ ein Stück New Yorker Esskultur.

Galerienzentrum Auguststraße

Schräg gegenüber dem Haus der Kunst und Esskultur auf der anderen Straßenseite der Auguststraße befinden sich die Kunst-Werke Berlin, KW Institute for Contemporary Art, welche mit Ausstellungen, Künstlerateliers und Veranstaltungen nationale und internationale zeitgenössischen Kultur vorstellen. Das Café Bravo im Innenhof des denkmalgeschützten Gebäudes ist gleichzeitig die erste begehbare Skulptur des US-amerikanischen Künstlers Dan Graham. Nebenan befindet sich der Me Collectors Room Berlin.

Kulturelles Umfeld im Jüdischen Viertel

Nur wenige Schritte entfernt, kann in Clärchens Ballhaus geschwooft werden. Das angeschlossene Restaurant bietet italienische und deutsche Küche. In der Neuen Synagoge - Centrum Judaicum werden Veranstaltungen und wechselnde Ausstellungen gezeigt. Nicht zu vergessen ist ein Besuch der Jüdischen Gemeinde selbst.