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Die Schöneberger Synagoge

Erinnerung an die Jüdische Nachbarschaft

Die Synagoge des Architekten Max Fraenkel wurde 1910 eingeweiht und bot Raum für 836 Menschen. Im dazugehörigen Vorderhaus befanden sich ein Wochentagsgebetssaal, Schulräume, eine Bibliothek, ein Kinderhort und Rabbinerzimmer.

Von 1911 bis zu seiner Emigration 1935 nach Palästina war Dr. Arthur Levy Gemeinderabbiner. Ihm folgte bis zu seiner Flucht 1938 der renommierte Mendelssohn-Forscher Professor Dr. Alexander Altmann. In der Pogromnacht 9. November 1938 wurde die Synagoge nicht angezündet, vermutlich wegen der angrenzenden Wohnhäuser. Jedoch wurde sie durch Plünderungen und Zerstörung ihres Innenraums entweiht. Bei einem Bombenangriff wurde das Vorderhaus schwer getroffen und die Synagoge beschädigt. 1956 wurde der Abriss der Synagoge veranlasst. Auf dem Grundstück befindet sich seitdem der Schulhof der Löcknitz-Grundschule mit der “Denk-Stein-Mauer“ zur Erinnerung an die jüdische Nachbarschaft.