Direkt zum Inhalt

Das Verborgene Museum

Erstmals im Rampenlicht stehen

Aus Archiven an das Licht der Öffentlichkeit: Das Verborgene Museum bewahrt die Werke von Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts vor dem Vergessen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind Künstlerinnen eine Ausnahmeerscheinung. Ihre Werke stehen in den meisten bedeutenden Museen in der zweiten Reihe oder lagern in staubigen Archiven. Nicht so in Berlin-Charlottenburg im Verbrogenen Museum. Hier zeigen die Ausstellungen das Werk von zu Unrecht wenig beachteten Künstlerinnen. Seit der Gründung vor rund 30 Jahren wird die Kunst der Frauen umfangreich gesichtet und mit einer Ausstellung gewürdigt. Oftmals ist es die erste Präsentation vergessener oder verstreuter Nachlässe seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Konzept eines Museums für Kunst von Frauen ist weltweit einzigartig. Entdecken Sie neue Aspekte der Kunstgeschichte und das vielseitige Schaffen von Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts.

Wertvolle Arbeit gegen das Vergessen: das Verborgene Museum

Bei einer Untersuchung zwischen 1984 und 1987 zeigt sich: Die Werke von mehr als 500 Künstlerinnen lagern in Kellern und Archiven von Westberliner Museen. Kaum jemand hat Zugang zu den Arbeiten oder kennt die Künstlerinnen. Engagierte Kunstfreunde gründen 1986 den Verein Das Verborgene Museum. Dieser kümmert sich nun um die Aufarbeitung der Lebenswerke unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Er führt die Gesamtwerke aus unterschiedlichen Einrichtungen und Nachlässen zusammen und präsentiert sie in Ausstellungen. Die Werke von Künstlerinnen aus dem ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert umfassen ein breites Spektrum: Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Architektur. Sogar Funde von Privatleuten sind darunter. Mehr als 100 weibliche Künstler sind so an das Licht der Öffentlichkeit zurückgekehrt. Ihnen gemeinsam ist oft ein Schicksal der Emigration. Manche Werke sind dank des Verborgenen Museums mittlerweile in den Sammlungen großer Museen wie der Berlinischen Galerie oder der Neuen Nationalgalerie vertreten.

Was Sie im Verborgenen Museum erwartet

  • weltweit einzigartig: Ausstellungen von vergessenen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts
  • wissenschaftlich aufgearbeitete Lebenswerke samt Publikationen
  • neue Einblicke in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts
  • vielseitige Stil- und Kunstrichtungen von Malerei über Fotografie, Skulpturen und Architektur
  • zeitgeschichtliche Dokumente aus weiblicher Sicht

Junge Künstler und internationale Meister in Charlottenburg

Rund um das Verborgene Museum finden Sie viele weitere Ausstellungsorte. Nur wenige Minuten zu Fuß entfernt liegt die Berliner Niederlassung der Galerie Brockstedt. Diese hat sich mit dem Who is who der Klassischen Moderne und des Nachkriegsrealismus einen Namen gemacht. Eine umfangreiche Privatsammlung von Käthe Kollwitz sehen Sie in dem gleichnamigen Museum, nur 15 Minuten vom Verborgenen Museum. Mehr als 50 Jahre lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin. In ihren Werken greift sie ihre unmittelbare Umgebung in Berlin auf und reflektiert gesellschaftspolitische Themen ihrer Zeit. Die Galerie Michael Haas gibt es seit mehr als drei Jahrzehnten in der Hauptstadt. Namen wie Otto Dix, A. R. Penck oder Gerhard Richter führen die Liste der international bekannten Künstler an. Das zweite Hauptaugenmerk liegt auf jungen künstlerischen Positionen. The Story of Berlin vermittelt Historisches unterhaltsam: In 23 Ausstellungsräumen erleben Sie 800 Jahre Berliner Geschichte. Besonders das 20. Jahrhundert steht im Mittelpunkt: Ein Highlight ist der original erhaltene Atomschutzbunker aus den 1970er-Jahren. Und in der Galerie MUTARE sind Sie richtig, wenn Sie deutsche und internationale zeitgenössische Kunst schätzen.

Tipps für Ihren Besuch

Das Verborgene Museum ist nur während der temporären Ausstellungen geöffnet. Sie können das Museum von Donnerstag bis Sonntag am Nachmittag besuchen. Erkundigen Sie sich am besten vorher über die aktuellen Ausstellungen und genauen Öffnungszeiten. Mit den S-Bahn-Linien S5, S7 und S75 fahren Sie bis zum Savignyplatz oder mit der U-Bahn-Linie 2 bis zum Ernst-Reuter-Platz. Mit den Bussen M49 und X34 erreichen Sie bequem die Haltestelle Schlüterstraße, die nur 200 Meter vom Museum entfernt ist.

 

Öffnungszeiten

Donnerstag 15:00 – 19:00
Freitag 15:00 – 19:00
Samstag 12:00 – 16:00
Sonntag 12:00 – 16:00

Hier finden Sie weitere Informationen