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Restaurantschiff Spreeblick
Hansaviertel in Berlin © visitBerlin, Foto: Lukas Larsson

Das Hansaviertel

Ein Ausflug in die Architektur der Nachkriegsmoderne

Am Tiergarten liegt das südliche Hansaviertel, für Architekturfans ein einschlägiges Beispiel für das „Neue Bauen“ nach dem Zweiten Weltkrieg: Angesichts der weiten Kriegszerstörungen wird seine Errichtung in den 1950er Jahren zum Symbol der Erneuerungskraft Berlins – besser gesagt: des westlichen Berlins. Im östlichen Teil der Stadt werden nämlich zur gleichen Zeit, in unmittelbarer Konkurrenz, die sowjetisch inspirierten Wohnbauten der Stalinallee, heute Karl-Marx-Allee, hochgezogen.

Moderne Architektur

Renommierte Architekten aus dem In- und Ausland reichen ihre Beiträge zu dem modernen Großprojekt im Hansaviertel ein, das neue Maßstäbe im sozialen Wohnungsbau setzt und zur Mustersiedlung avanciert. Die geschlossenen Häuserfronten der Vorkriegszeit werden durch eine lockere Bebauung mit weiten Grünflächen ersetzt, an deren Gestaltung zehn namhafte deutsche und internationale Gartenarchitekten mitwirken. Es entstehen insgesamt 1.160 neue Wohnungen in verschiedenen Haustypen, ob Hoch- oder Flachbau, ob „Punkthaus“ oder Zeilenbau. Einige Zeilenbauten sind heute international bekannt und besonders sehenswert: Besuchen Sie den Achtgeschosser des berühmten finnischen Architekten Alvar Aalto oder den auf V-förmigen Stützen stehenden siebengeschossigen Wohnbau des brasilianischen Architekten Oskar Niemeyer mit freistehendem Aufzugsturm.

Die neungeschossige Architektur von Walter Gropius zeigt Wohnblöcke an den Schmalseiten, die um 90 Grad gedreht sind. Seit 1995 stehen alle Gebäude und Gartenlandschaften unter Denkmalschutz.

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