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Steglitz-Zehlendorf:

Villen Lichterfelde West
Villa in der Villenkolonie Lichterfelde West © visitBerlin; Foto: Doreen Himsl

Die Villenkolonie Lichterfelde, auch als Carstenn’sche Villenkolonie bezeichnet, im Berliner Ortsteil Lichterfelde wurde ab 1865 als eine der ersten Villenkolonien im Deutschen Reich geplant und gehört zu den ältesten Villenvierteln Berlins.

Villenpracht und Landhausglanz: Im Villenviertel Lichterfelde West treffen toskanische Villen auf mittelalterliche Burgen und englische Landhäuser.

Schon im 19. Jahrhundert träumten Berliner Großbürger vom zentrumsnahen Wohnen im Grünen. Verwirklicht wurde dieser Traum in der Villenkolonie Lichterfelde West in Steglitz, die wie eine beschauliche Insel im Meer der hektischen Großstadt liegt. Ein Spaziergang durch das Viertel führt entlang toskanischer Landhäuser, wuchtiger Gebäude mit mittelalterlichen Spitzbögen und Ziehbrücken und Villen, die sich mit Spitzgiebeln und Türmchen zieren. Schon damals sorgte eine Stadtbahn für den schnellen und bequemen Anschluss ans Zentrum.

Der passende Startpunkt für einen Rundgang durchs Viertel ist der S-Bahnhof Lichterfelde West. Vorbei an dem farbenfrohen, mit religiösen Motiven bemalten Emisch-Haus und der Villa Holzhüter im toskanischen Villenstil gelangt man in die Kommandantenstraße mit ihren zahlreichen prachtvollen Villen. An der Ecke Friedrichstraße fällt dem Spaziergänger das Rother-Stift aus rotem Backstein ins Auge. Für die Villensiedlung gab es architektonische Vorgaben, die dem Geschmack der wilhelminischen Zeit entsprechend Motive aus früheren Epochen aufnahmen und miteinander mischten. So kann man im Weddigenweg und der Paulinenstraße Villen im burgenartigen Tudor-Stil mit nachgeahmten Zugbrücken, Zinnen und Türmen bestaunen.

Auch der Kadettenweg, der zum S-Bahnhof Lichterfelde West zurückführt, ist gesäumt von eleganten Villen und Landhäusern, die diesem Viertel sein unverwechselbares Gesicht geben.

Insider-Tipp für Steglitz-Zehlendorf

Liebermann-Villa: Das Sommerhaus Max Liebermanns und sein Garten am Wannsee. Nach der denkmalgerechten Wiederherstellung wurde das Haus 2006 als Museum für das Publikum geöffnet. Auf der Terrasse des Hauses kann man den Blick über Garten und See schweifen lassen und bei Köstlichkeiten aus dem Café Max die spezielle Atmosphäre von Max Liebermanns „Schloss am See“ genießen.