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Rückblick auf die Berlinale 2019

Danke Dieter

Kinosessel
Kinosessel © Getty Images, Bild: David Saium; EyeEm

Mit einer bewegenden Gala verabschiedete sich die Berlinale von Dieter Kosslick. Während im Berlinale Palast die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütter und Jurypräsidentin  Juliette Binoche ihn mit einer liebevollen Worten – und einem riesigen Plüschbär – würdigten, standen vor dem Kino die Fans mit Hüten, Schals und „Danke Dieter“-Plakaten.

Die Verleihung der Bären ging dabei fast ein wenig unter. Den Goldenen Bären hat der israelische Film „Synomymes“ gewonnen. Ein würdiger Preisträger, erzählt er doch mit Schwung und Leidenschaft die Geschichte eines jungen Israeli,  der in Paris heimisch werden will. Eine Entdeckung ist auch Hauptdarsteller Tom Mercier, der mit seiner körperlichen Präsenz fast die Leinwand sprengt.

Am Sonntag endete dann das Festival mit dem Publikumstag, an dem sich die Kinos nochmal füllten – und sich eine riesige Schlange vor dem Berlinale Palast bildete.
Es gab  außerdem die Gelegenheit, die Gewinner der Berliner Publikumspreise und somit die Lieblinge der Zuschauer  „37 Seconds“ und „Talking about Trees“ zu sehen. 

Meine ganz persönlichen Favoriten:

  • Monos – ein bildgewaltiger Alptraum, der lange nachwirkte
  • The Souvenir – feinstes Schauspielkino
  • Fourteen – wahrhaftiger Independent-Film über eine Frauenfreundschaft

Ein paar Flops gab es auch:

  • The Operative – Europudding der schlimmsten Sorte
  • Elisa y Marcela – Kunstgewerbekitsch in Schwarz-Weiß
  • Jessica Forever – Warum lief der auf einem Festival?

Besonders schön waren auch viele Filme in der Sektion Generation, darunter „Une Colonie“, „Goldie“ und „Hölmö nuori sydän“. Hoffentlich finden auch sie den Weg auf die Kinoleinwände.

Wer noch den einen oder anderen Forumfilm nachholen möchte, der hat noch diese Woche im Kino Arsenal dazu die Gelegenheit.

Ansonsten sehen wir uns alle vom 20. Februar bis 1. März 2020 wieder - auf der nächsten Berlinale.

 

Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Kulturszene Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog.

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