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Wochenendtipps 8. - 10. 10. 21

Rokoko-Malerei, eindrucksvolle Inszenierungen und vegane Donuts

Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel in Berlin
Alte Nationalgalerie Berlin © Luyue Zhang

Die länger werdenden Abende im Herbst lassen sich an diesem Wochenende wunderbar mit Kunst und Kultur füllen: Erlebt das ICC künstlerisch verwandelt ganz neu, taucht in die Welt des Pariser Kunsthandels im 18. Jahrhundert ein oder findet heraus, was „Nothingtoseeness“ bedeutet. Vielleicht schlemmt ihr auch lieber vegan und mit gutem Gewissen auf dem Green Market oder genießt das gute Leben in Neukölln. Für Kinder und Jugendliche gibt es Bücher zum Selbstgestalten sowie den „Jugend hackt“-Event.

Extra-Tipp: Beim Female Filmmakers Festival könnt ihr dieses Jahre tolle Filme sehen und viele neue Talente entdecken. 

Tipp 1: „The Sun Machine Is Coming Down“ im ICC bestaunen

Funkturm und ICC
Berliner Funkturm am ICC © iStock.com; Foto: TommL

Das ICC Berlin steht seit 2019 unter Denkmalschutz, doch seit 2014 finden dort keine Veranstaltungen mehr statt. Nun könnt ihr den futuristischen Bau im Rahmen der Berliner Festspiele neu entdecken: Berliner Künstlerinnen und Künstler präsentieren zehn Tage lang Installationen, Artistik, Musik, Performance und Film im ICC. Zu den Highlights zählen aufwändige Installationen von Markus Selg sowie Richard Janssen im unteren Foyer. Außerdem finden verschiedene Gespräche im oberen Foyer statt.

Wann: 7. bis 17. Oktober

Wo: ICC Berlin, Messedamm 22, Charlottenburg

The Sun Machine Is Coming Down

Tipp 2: Bei der Antoine-Watteau-Ausstellung Meisterwerke sehen

Berliner Sehenswürdigkeit Schloss Charlottenburg
Schlossplatz Schloss Charlottenburg © visitBerlin, Foto: Mike Auerbach

Anlässlich des 300. Todestages des bekannten Rokoko-Malers Antoine Watteau präsentiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten eine Ausstellung mit Werken des Malers. Zugleich taucht ihr tief in die Welt des Kunsthandels im Paris des 18. Jahrhunderts ein: Angelehnt an das Gemälde „Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“ könnt ihr eine 3D-Rekonstruktion des Geschäfts des Kunsthändlers besichtigen. So werden auch die Wechselwirkungen zwischen Maler und Kunsthändler erlebbar, die letztendlich in einer europaweit einflussreichen „Watteau-Mode“ mündeten. Diese hält bis heute an – etwa in Kreationen der Designerin Vivienne Westwood.

Wann: ab 9. Oktober

Wo: Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 10–22, Charlottenburg

Mehr zur Ausstellung Antoine Watteau

Tipp 3: „Die Zeit ist immer jetzt“ in den Uferstudios sehen

Uferstudios
Uferstudios © Foto: Guido Borgers

Bei der Neuaushandlung der Beziehungen zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft in Krisen sowie Umbruchphasen ist Zeit eine wichtige Kategorie. Wie diese mit dem Körper zusammenhängt, der sie erst erlebbar macht, wird dabei häufig übersehen. Daher thematisiert die Tanzcompagnie Rubato die Frage nach dem Phänomen „Zeit“ in einer zeitgenössischen Tanzperformance. Hierfür stehen den acht Tänzerinnen und Tänzern acht Musikerinnen und Musiker des Solisten-Ensembles zeitkratzer im Dialog gegenüber. So könnt ihr die Zeit selbst in einer freien, unabhängigen und lebendigen Form erleben.

Wann: ab 7. Oktober

Wo: Uferstudios, Uferstraße 23, Gesundbrunnen

Die Zeit ist immer jetzt

Tipp 4: Den Tag des guten Lebens in Neukölln genießen

Rixdorf, Neukölln
Kirchgasse à Rixdorf © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Am 9. Oktober geht es in Neukölln ganz ums gute Leben: Was ist das, wie geht das und was braucht man dafür? In DIY-Workshops, bei Yoga-Sessions, auf Poetry Slams sowie bei Kunstaktionen rund um den Mittelweg findet ihr es heraus. Oder ihr nutzt die vielen Möglichkeiten und Angebote, um einfach selbst einen Tag lang ein gutes Leben zu genießen. Dazu gibt es natürlich auch Livemusik. Und ihr seid aufgerufen, den Tag aktiv mitzugestalten: Lasst eure Kinder mit Straßenkreide kreativ werden und bringt eure Gartenmöbel oder Spiele mit!

Wann: 9. Oktober

Wo: Mittelweg, Neukölln

Tag des guten Lebens

Tipp 5: Noch schnell die Ausstellung „Diversity United“ besuchen

Ausstellung "Diversity United" in Flughafen Tempelhof
Ausstellung "Diversity United" in Flughafen Tempelhof © Thierry Bal

Wenn ihr bisher noch nicht die Chance hattet, die Ausstellung Diversity United im ehemaligen Flughafen Tempelhof zu erleben, gibt es eine gute Nachricht: Die zeitgenössische Kunstausstellung wurde bis zum 10. Oktober verlängert. Mit ihren Werken treten dort 90 Künstlerinnen und Künstler aus 34 Ländern Europas in den Dialog. So werden verschiedene aktuelle Themen, von Demokratie und Freiheit bis Migration, aus verschiedenen europäischen Perspektiven beleuchtet.

Wann: bis 10. Oktober

Wo: Flughafen Tempelhof, Hangar 2 und 3, Columbiadamm 10, Tempelhof

Hier Tickets für Diversity United buchen

Tipp 6: Auf dem Green Market veganen Lifestyle genießen

The Green Market Berlin
Green Market Berlin © The Green Market Berlin

Inspiration, Genuss und Spaß – auf dem Green Market könnt ihr die ganze Vielfalt des veganen und nachhaltigen Lifestyles erleben. Mit Blick auf die Schöneberger Wiese seid ihr eingeladen, vegane Donuts und Pommes zu schlemmen, alkoholfreie Elixiere zu probieren und nachhaltige Naturkosmetik zu entdecken. Dazu gibt es Superfood, handgefertigten Schmuck und vieles mehr. Egal, ob ihr euch selbst vegan ernährt oder nicht – hier erlebt ihr, wie sich Lebensfreude und gutes Gewissen vereinen lassen.

Wann: 2. bis 10. Oktober

Wo: Jules B-Part am Gleisdreieck, Luckenwalder Straße 6b, Kreuzberg

Green Market Berlin

Tipp 7: Im Berliner Ensemble Buchpremieren und mehr erleben

Innenansicht des Berliner Ensembles
Zuschauerränge Berliner Ensemble © Moritz Haase

Das Berliner Ensemble hält an diesem Wochenende gleich mehrere Highlights für euch bereit. Als Erstes ist dabei die Buchpremiere von Peter Kümmels „Da Vinci erfindet einen Kieselstein – Miniaturen“ zu erwähnen, die am Sonntag stattfindet. Außerdem wird am Freitag im Großen Haus die Premiere der „Hexenjagd“ gezeigt, einer deutschen Übersetzung von Arthur Millers „The Crucible“. Im Neuen Haus wird am gleichen Tag Christina Tscharyiskis moderne Interpretation von Brechts „Die Mutter“ aufgeführt. Am Samstag wiederum erlebt ihr im Großen Haus Oliver Reeses von Kritikern gefeierte Inszenierung von „Die Blechtrommel“.

Wann: 8.–10. Oktober

Wo: Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, Mitte

Da Vinci erfindet einen Kieselstein

Tipp 8: In künstlerische „Nothingtoseeness” eintauchen

Akademie der Künste: We Buy White Albums von Rutherford Chang
Akademie der Künste: We Buy White Albums von Rutherford Chang © Rutherford Chang

Stille gibt es auch in den visuellen Künsten – John Cage hat sie mit dem Begriff „Nothingtoseeness“ beschrieben. Damit meint er die Leere, das Weiß, bei dem es nichts zu sehen gibt. Hierfür wurden 75 Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt ausgewählt, bei denen ihr eben diese „Nothingtoseeness“ eindrucksvoll erlebt. So kommen die Augen einerseits zur Ruhe und erholen sich von der Fülle, die sonst unsere Sehgewohnheiten prägt. Andererseits könnt ihr eben diese Gewohnheiten auf der Ausstellung ganz neu erfahren.

Wann: 15. September bis 12. Dezember

Wo: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Mitte

Nothingtoseeness

Tipp 9: Im HAU1 die Performance „Free State of Barackia“ sehen

Hebbel-Theater
Hebbel-Theater © visitBerlin, Foto: Angela Kröll

Mit der performativen und diskursiven Aufführung wird die Aneignung von Räumen beim Kampf für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung beleuchtet. Dabei spannt sich der Bogen von der vor 150 Jahren mitten in Berlin entstandenen Siedlung „Barackia“ über Gemeinschaften freier Schwarzer Menschen in den USA bis hin zur Besetzung des Oranienplatzes im Jahr 2012.

Wann: 9. Oktober

Wo: HAU1, Stresemannstraße 29, Kreuzberg

Hier Tickets für "Free State of Barackia" kaufen

Tipp 10: Beim KinderKulturMonat Künstlabücha gestalten

Körnerpark
Körnerpark in Berlin Neukölln © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Der KinderKulturMonat findet bereits zum 10. Mal statt und will Kids die vielseitige Kulturwelt der Stadt näherbringen. Junge Künstlerinnen und Künstler von 7 bis 12 Jahren sind bei dieser Veranstaltung eingeladen, ihre eigenen Bücher zu gestalten. Dabei gibt es bei der aktuellen Ausstellung „Sandsturm“ viel Inspiration, mit der die Seiten kreativ gefüllt werden können. Auch das Binden des Buchs gehört mit dazu. So wird mit viel Spaß die Buchleidenschaft entfacht und das Interesse daran geweckt, sich mit Büchern zu beschäftigen. Für die begrenzten Plätze im Workshop ist eine Voranmeldung erforderlich.

Wann: 9. Oktober

Wo: Galerie im Körnerpark, Schierker Straße 8, Neukölln

Kinderkulturmonat

Tipp 11: Bei „Jugend hackt“ für eine bessere Welt coden

Programming code abstract technology background of software deve
Abstrakter Hintergrund: Programmieren © Getty Images, Foto: monsitj

Kids mit einer Leidenschaft fürs Digitale und einem Talent zum Coden sind an diesem Wochenende zum alljährlichen „Jugend hackt“-Event eingeladen. So soll ihnen ein Raum gegeben werden, für eine bessere Welt zu programmieren, zu hacken und zu basteln. Auch interessierte Einsteigerinnen und Einsteiger sind willkommen und können sich im Austausch mit anderen jungen Hackerinnen und Mentoren weiterentwickeln. Außerdem stehen Talks und Vorträge auf dem Programm. Dazu könnt ihr euch in der Online-Community zum Event vernetzen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung erforderlich.

Wann: 8. bis 10. Oktober

Wo: TUECHTIG – Raum für Inklusion, Oudenarder Straße 16, Wedding

Jugend hackt

Weitere Veranstaltungen in Berlin findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

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