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Die Leonhardtstraße

Meine Lieblingsstraße in Charlottenburg

Wohnanlage Amalienpark
Wohnanlage Amalienpark visitBerlin, Foto: Arthur F. Selbach

Trotz des bunten Treibens gleicht die Gegend einer idyllischen Dorfstraße. Große, alte Linden säumen die breiten Bürgersteige, Autos rumpeln langsam über das Kopfsteinpflaster und Altbauten in Pastelltönen wirken wie ein zartes Make-up. Wenn meine Familie zu Besuch kommt, ist die Leonhardtstraße oft einer unserer Lieblingsanlaufpunkte: Schlendern, was Leckeres essen, Kaffee trinken oder die Schaufenster der kleinen Läden inspizieren. Ein perfekter Ort, fast abgeschieden - und doch sind Kant- und Kaiser-Friedrich-Straße einen Katzensprung entfernt. Meine Schlendertour beginnt am Amtsgerichtsplatz an der Holtzendorffstraße. Von dort biege ich nach links auf die Leonhardstraße ab und lasse den barocken Prachtbau des Amtsgerichts hinter mir.

1. Die Goldschmiede Judith Semper

Das interessant dekorierte Schaufenster mit seinen schimmernden Schmuckstücken lässt wohl so manche Passantin kurz stehen bleiben. Zwar sprengen die Preise mein Budget als Studentin, dennoch schaue ich mir die einzelnen Kunstwerke gern im Fenster an. Welches würde mir wohl am besten stehen? Ich fühle mich ein bisschen wie Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany’s.

2. Suppen und gefüllte Piadinas

Italienische Küche mal anders: Die frisch zubereiteten Fladenbrote namens Piadinas werden in unterschiedlichsten Varianten lecker gefüllt. Obwohl die Brote ziemlich satt machen, bestelle ich mir vorweg gern noch eine Suppe. Übrigens: Wenn es mal schnell gehen muss, kann man sich hier die Suppen to go einpacken lassen. Eine schöne Alternative zum Fastfood.

3. Feines aus Österreich

Ein Laden voll mit Delikatessen aus Österreich. Auf den Regalen reihen sich Süßwaren, Kaffee und andere Leckereien aneinander. In den Kühltheken gibt es eine große Auswahl an Käse-, Schinken- und Wurstspezialitäten und zur Mittagszeit werden die sogenannten Schmankerl serviert. Das sind traditionelle, dort fast ausschließlich hausgemachte Gerichte wie beispielsweise Marillenknödel oder Leberkässemmel. Wer Herzhaftes liebt, wird hier garantiert fündig!

4. Makrönchen Manufaktur Charlottenburg

Mit seinen kräftigen Lilatönen, den hübschen kleinen Pflanzen und der liebevollen Dekoration sprang mir dieses Café nach seiner Eröffnung 2015 förmlich ins Auge. Hier werden die Makrönchen (frz. Macarons) in unterschiedlichster Couleur und in vielen Geschmacksrichtungen (handgefertigt!) angeboten. Neben anderen süßen Versuchungen gibt es auch herzhafte Quiches und der Jahreszeit entsprechend tolle Getränke-Kreationen. Aufgrund der Vielfalt probiere ich meist etwas Neues aus aber besonders gern mag ich hier den Pfefferminztee mit frischer Minze. Dazu dann ein Makrönchen, oder zwei...oder drei.

5. Broken English

Ein paar Union Jack Fähnchen schmücken den Raum, modernes, englisches Porzellan steht in den Vitrinen und viele weitere Kleinigkeiten aus England machen Lust aufs Stöbern. Der angrenzende Raum ist voller englischer Köstlichkeiten. Wer ein Geschenk für seine Freundin, einen Nachbarn oder die Familie sucht, wird hier garantiert fündig. Ich persönlich bin ein absoluter Fan!

6. Das Schmuck- und Perlen-Paradies

Bonitaperla ist wie gemacht für Schmuckliebhaber. Neben Glasperlen, Zubehör, Modeschmuck und dänischen Accessoires wird in der angrenzenden Schmuckwerkstatt selbst produziert. Auch haben Besucher die Möglichkeit, ihren Schmuck selbst anzufertigen. Ich selber habe es leider noch nicht ausprobiert, aber die Idee finde ich klasse.

7. Naturkost

Schnell noch ein paar Sachen einkaufen im Bioladen kostbar. Zugegeben, Bio Lebensmittel kaufe ich auch nicht jeden Tag, dennoch gönne ich mir ab und an den Luxus. Frisches Obst und Gemüse, Brot, Brötchen, Süßwaren.. Hier bekommt man eigentlich alles.

8. Eine süße Sache

Das kleine Café Doppio Pazzo ist immer einen Besuch wert. Die sehr abwechslungsreiche und kreative Auswahl an Kuchen, Muffins und Törtchen lässt regelmäßig mein dem Süßkram verfallenes Herz höher schlagen. Dazu gönne ich mir am liebsten einen Milchkaffee und halte mein Gesicht in die Nachmittagssonne.

9. Der „Stutti“

Am Ende der Leonhardtstraße beginnt der Stuttgarter Platz. Früher war die Gegend wohl dem Rotlicht Milieu verschrieben. Davon merke ich heute nichts mehr. Auf der Ecke befinden sich viele Restaurants. Die mächtigen Bäume verleihen dem Ort Idylle und gegenüber toben Kinder lautstark auf dem riesigen Spielplatz. Mein Tipp: Das Straßenfest in der Leonhardtstraße ist ein kleines Highlight in meinem Kiez. Alle Geschäfte beteiligen sich, bauen  Stände vor ihren Läden auf und laden zum Stöbern und Probieren ein. Die ausgelassene Stimmung steckt an! Was gibt es noch so? Es gibt einen kleinen Supermarkt, einen Bäcker, Modeläden (Second Hand, Design & Kindermode), noch mehr schöne Restaurants (Italiener, Spanier..), einen kleinen marokkanischen Deko-Laden, eine gut ausgestattete Buchhandlung sowie einen schicken Möbeldesigner.