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Die grünen Oasen und luftigen Höhen Charlottenburgs

Drachenberg, Grunewald
Drachenberg: Blick auf den Funkturm © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Täglich steigen in Berlin Millionen Menschen aus. Sie steigen aus Bussen, Bahnen und Trams, wollen zur Arbeit, Einkaufen oder die Kinder aus der Kita abholen. Dabei haben sie nur ihr Ziel im Blick und verlieren Berlin aus den Augen. In unserer neuen Blog-Serie wollen wir es anders machen: Ja zum Aussteigen, nein zur Stadtblindheit. Auch wir steigen aus, an Haltestellen die mitunter weniger bekannt sind, aber deren Umgebung Berlinern und Gästen der Stadt eine Menge bietet. Und wir schauen extra genau hin, fassen an, probieren, geben uns, mit anderen Worten, die volle Ladung Berlin!

Heute an der Haltestelle Kaiserdamm… Endlich Frühling! Die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern und Frühlingsblumen verleihen der Hauptstadt nach dem Winter wieder Farbe. Endlich kann ich ohne Handschuhe und Winterstiefel ins Freie gehen! Herrlich! Los geht es am Kaiserdamm in Charlottenburg: acht Spuren, null Flair. Doch nur fünf Minuten später habe ich die Hauptstraße total vergessen. Ich bin angekommen in einer der kleinen Oasen Charlottenburgs, am Lietzensee. Der Park um den See ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt: Eltern gehen mit ihren Kindern spazieren, Senioren treffen sich zu gemeinsamen Aktivitäten und im Sommer liegen Sonnenanbeter auf den Wiesen. Die bunte Mischung macht‘s, hier fühl‘ ich mich wohl!Am liebsten bin ich im hinteren Teil des Parks. Dort wo sich der Lietzensee wieder in seiner vollen Größe zeigt, nachdem er unter der Neuen Kantstraße nur noch knapp fünf Meter Platz hatte. Hier ist es ruhiger und leerer: Man kann in Ruhe nachdenken oder einfach nur entspannen. Mein persönliches Highlight ist die Große Kaskade mit Wasserlauf und bunten Blumen.

Von 0 auf 126 in 33 Sekunden

Ganz in der Nähe befindet sich das Messegelände: Der Funkturm spiegelt sich schon auf dem Wasser des Lietzensees. Die grüne Oase wird gegen luftige Höhen getauscht, in nur 10 Minuten bin ich am Fuß des Turms. Dort entdecke ich eine kleine Ausstellung im Freien mit Bildern und Geschichten des Funkturms, der in Berlin auch "Langer Lulatsch" genannt wird. Mein Highlight hier: Der Funkturm kostete 1926 nur 203.600 Deutsche Reichsmark! Was für ein Schnäppchen! In 33 Sekunden mit dem Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform in 126 Metern: Vom Funkturm kann man vieles entdecken, das vom Fernsehturm viiiieeeel zu weit weg ist, um es gut sehen zu können: Teufelsberg, Olympiastadion Berlin, Corbusierhaus, Rathaus Charlottenburg…  

Wem es nicht nach Aussichten von oben ist, kann auch unten bleiben: Am südlichen Ende des Lietzenseeparks beginnt die Suarezstraße mit unzähligen Antiquitätenhändlern. Bummeln der Extraklasse! Oder einfach am See bleiben: Besonders schön sind die Sonnenuntergänge hinter den Baumwipfeln des Parks.