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Berliner*innen helfen Berliner*innen

So helfen die Berliner*innen in der Krise

Brandenburger Tor im Frühling
(c) visumate

Zusammenhalten, sich gegenseitig unterstützen, gemeinsam die Krise überwinden, das ist es, was wir jetzt in dieser Zeit brauchen. Berlin gibt auch hier sein Bestes: Solidarität gibt es aktuell auf allen Seiten und Nachbarschaftshilfe wird groß geschrieben. Hier stellen wir euch einige Ideen von Menschen vor, die sich zusammengefunden haben, um genau das zu tun. Schaut euch das mal an.*

*Bitte denkt aber daran - und das gilt für alle hier aufgeführten Seiten: bei der Nutzung der Angebote handelt ihr eigenverantwortlich. Seid bitte vorsichtig – ihr steht im Kontakt zu Fremden. Die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität der Anbieter können wir nicht garantieren.

On- und Offline Angebote

Berliner Dom im Frühling
Berliner Dom im Frühling visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

In diesen Zeiten ist Nachbarschaftshilfe mehr denn je gefragt. Auf der Seite coronaport.net könnt ihr euch eintragen, sowohl wenn ihr Hilfe anbieten möchtet, als auch wenn ihr Hilfe sucht. Wenn ihr Hilfe anbieten mögt: es muss nichts aufregendes sein, einkaufen oder mit dem Hund spazieren gehen, kann gerade gefährdeten Menschen schon sehr helfen. Die Liste der Anbieter ist bereits relativ lang. Schaut mal rein.

coronaPort

Auch hier wird Nachbarschaftshilfe groß geschrieben. Schaut auf die Seite des Nachbarschaftsportals nebenan.de, dort könnt ihr Hilfe bekommen und auch anbieten. Das Portal hat auch an die Menschen gedacht, die nicht online sind und einen Appell an die Hausgemeinschaft gestartet: Nutzt den Aushang für das Treppenhaus! Hier tragt ihr ein, was ihr braucht: Einkäufe im Supermarkt, Drogerie oder Apotheke, mit dem Hund gehen und/oder Kinderbetreuung. Der Zettel kann dann einfach an die Wohnungstür geheftet werden, die Einkaufsliste werft ihr in den Briefkasten und natürlich könnt ihr telefonisch Kontakt aufnehmen.

Hier findet ihr den Aushang zum Ausdrucken von nebenan.de

FARBENBEKENNEN-Award 2021

junge Leute mit Skateboards
Skateboarder Getty Images, Bild: Hinterhaus Productions

Wer Engagement zeigt, verdient es auch, dafür ausgezeichnet zu werden. Unter dem Motto "WELTKLASSE" zeichnet die Stadt Berlin Kinder und Jugendliche aus, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und sich heute ganz besonderes für andere engagieren und Verantwortung übernehmen. Noch bis zum 21. März könnt ihr Mitschüler*innen und Freund*innen im Alter von 8 bis 16 Jahren für den #FARBENBEKENNEN-Award 2021 vorschlagen oder euch selbst bewerben.

FARBENBEKENNEN-Award 2021

Helfen, wo Hilfe benötigt wird

Panorama Alexanderplatz
Der Berliner Fernsehturm visitBerlin, Foto: Artfully Media, Sven Christian Schramm

Wie könnt ihr in der Krise zusammenfinden? In dieser Facebook Gruppe haben sich Menschen zusammengefunden, die dort unterstützen möchten, wo es notwendig ist, wo Hilfe benötigt wird. Über eine Google-Maps-Karte, die in der Facebook-Gruppe verlinkt wurde, könnt ihr nachschauen, ob sich bereitwillige Helfer in der Nähe befinden. Über die Gruppe erfolgt dann die Kontaktaufnahme inklusive der Terminabsprache. Die Hilfsangebote sind natürlich kostenlos, es geht um solidarisches Miteinander in schwierigen Zeiten.

Trend der Zukunft

Hilfe in den Kiezen

Sprengelkiez Wedding
Kanal im Sprengelkiez visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Im Wedding hat sich eine Facebook-Gruppe formiert "Wedding Solidarisch - Gemeinsam gegen Corona", welche Hilfsaktionen für die besonders gefährdeten Nachbarinnen und Nachbarn koordiniert. Die derzeit fast 500 Mitglieder starke Gruppe sucht solidarische Perspektiven und unterstützt diejenigen, die von der Gefahr des Virus am stärksten betroffen sind.

Noch mehr Hilfsangebote gibt es über die Plattform aus Kreuzberg. Der Twitter Account @hilftbei bündelt wichtige Informationen, Ansprechpartner und Telefonnummern für Hilfsbedürftige. Auch hier ist das Anliegen Älteren, mittellosen Menschen, Alleinerziehenden, Hartz-IV-Empfängern, Expats und Behinderten zu helfen.

So könnt ihr Berliner Unternehmen unterstützen

valuc15 Interior Design Shop
valuc15 Design Shop valuc15
  • Die Initiative Kiezhelden ruft dazu auf, Berlins kleine Geschäfte, zu unterstützen und stellt auf ihrem Instagram-Account lokale Läden vor, die trotz aller Einschränkungen weiter für ihre Kund*innen da sind.
  • Über Helfen.Berlin könnt ihr Gutscheine eure Lieblingsläden und -orte kaufen, um diesen zu helfen, die schwierige Zeit zu überbrücken.
  • Eine Gruppe um den Berliner Unternehmer Karsten Kossatz hat eine Spontanhilfe-Plattform gestartet, um Restaurants, Bars, Cafés, Clubs, Läden, Hotels, Museen und Co. zu helfen. Die Idee: Als Stammgäste könnt ihr Gutscheine kaufen, die euren Lieblingsorten jetzt Liquidität verschaffen und später eingelöst werden.  
  • Unterstützt euer Lieblingslokal, Bar, Restaurant, Buchladen, Café, Sportstudio...: please dont close.

Weitere Informationen für Unternehmen findet ihr auf about.visitBerlin.de

Eure Karte für eure Künstler*innen und Bühnen

Innenraum der Komödie am Kurfürstendamm
Theater und Komödie am Kurfürstendamm Foto: Thomas Grünholz

Auch die Kunstszene ist natürlich stark betroffen von den Ausfällen der Theateraufführungen, Konzerten etc.und leidet unter den finanziellen Einbußen. Wenn ihr zeigen wollt, wie wichtig euch die Erhaltung des vielfältigen kreativen Schaffens ist, macht mit. Denn eins ist klar: Sobald die Krise überstanden ist, wollen wir alle wieder diese vielfältigen Angebote nutzen können. Unterstützt die Künstler*innen und Bühnen. Danke!

Was könnt ihr tun?

  • ihr habt die Möglichkeit zum Beispiel diese Petition zu unterschreiben
  • oder auch einfach, wenn ihr es euch leisten könnt, auf die Rückerstattung eurer gebuchten Ticktes zu verzichten. Die Initiative #meinekartemeinebühne ruft daher das Publikum dazu auf, ein Zeichen der Solidarität mit den Künstlerinnen und Künstlern aus Theater, Tanz, Oper und Musik zu setzen. Dafür setzt euch bitte mit der Bühne entsprechend in Verbindung.

 Hier geht' zur Petition

FAIRzichten

Ihr habt Tickets für ein Konzert welches ausfällt? Habt den Monatsbeitrag für euer Fitnessstudio schon bezahlt und könnt es jetzt nicht nutzen? Klar, euch steht die volle Erstattung zu. Aber ihr könnt auch auf die Erstattungsansprüche verzichten - wenn es finanziell für euch möglich ist - und so eure Lieblingsstätten unterstützen. Die Initiative der IHK ruft auf einfach und unbürokratisch auf einen Teil der Ansprüche zu verzichten.

FAIRzichten - los geht’s!

Und noch mehr:

Bitte zeigt Verantwortung ... 

Catrin

Catrin

lebt seit über 20 Jahren in Berlin und liebt es in der Stadt unterwegs zu sein. Am liebsten mit dem Rad, da entdeckt sie die spannendsten und interessantesten Seiten Berlins. Quer durch die Stadt, querfeldein und sehr gerne auch abseits der vertrauten Pfade.