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Alles, was ihr über das Berlin Mural Fest 2018 wissen müsst

Nackenstarre garantiert

Buntes Graffiti mit Fernsehturm in Berlin
Graffiti mit Fernsehturm © franckreporter

Berlin steht Großes bevor. Im wahrsten Sinne des Wortes. Rund ein Dutzend neue himmelhohe Streetart Murals werden ab Mai überall in Berlin aus dem Boden sprießen und die Stadt um zahlreiche atemberaubende Kunstwerke bereichern. Egal ob Friedrichshain, Schöneberg oder Moabit - bei diesem Festival ist Nackenstarre garantiert!!

Damit ihr Bescheid wisst, was hinter den bunten Fassaden steckt und eure eigene Berlin Street Art Tour machen könnt, haben wir hier alles Wichtige zum bombastischsten und krassesten Festival 2018 in Berlin für euch zusammengetragen!

Zuerst: dieses Festival ist gar kein Festival, sondern ein Fest. Ein Fest zur Krönung Berlins als eine der aufregendsten Streetart Metropolen überhaupt. Der Veranstaltungszeitraum ist vom 18. 21. Mai, aber vielleicht erspäht ihr schon vorher das ein oder andere Mural oder einen der zahlreichen Künstler, denn gemalt wird bereits ab 4. Mai.

Der Startschuss

Weltbaum Berlin in der Lehrter Straße zum Mural Fest
Weltbaum Berlin in der Lehrter Straße © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Los geht’s am 5. Mai. An einer Brandwand des Sigmunds Hof am S-Bahnhof Tiergarten befindet sich seit 1975 der Weltbaum von Ben Wagin, Berlins ältestes Mural.  Die knochigen Äste des Baums prägten über vier Jahrzehnte das Straßenbild am S-Bahnhof. Jetzt, 43 Jahre später, muss der alte Baum verpflanzt werden. Zusammen mit Ben Wagin wurde das Mural von jungen Künstlern in der Lehrter Straße 27–30 in Moabit neu gestaltet. Für alle sichtbar und auf einer Wand, die so schnell nicht verbaut werden kann. Kultursenator Klaus Lederer hat den neuen Baum am 5. Mai sogar persönlich eingeweiht.

Wer macht mit? Die Künstler

Das Line-Up hat es in sich. Wir stellen euch vier der herausragenden Künstler vor:

El Bocho

Seine Identität hält er geheim, seine Bilder, kennen alle: El Bochos ikonische Frauenfiguren zieren vor allem in Berlin zahlreiche Hinterhöfe und Hauswände. Neben den rosa poppigen Frauenfiguren gehören Little Lucy, zwei sprechende Kameras und Tina Berlina zum berühmten Figuren-Repertoir.

Mr. Woodland

Charakterkunst: Daniel Westermeier, alias Mr. Woodland aus Erding, setzt bei seinen Kunstwerken auf eine Mischung aus Ilustration, Surrealismus und grafischen Elementen. Seine großflächigen Bilder stehen der Malerei in vieler Hinsicht näher als dem klassischen Graffiti. Bekannt ist vor allem sein Werk in Erding: der Weltenbummler mit Dachs im Arm.

Klebebande aus Berlin

Das Tape Art Kollektiv hat mittlerweile seine Spuren in ganz Berlin hinterlassen: Die Künstler, die nur aus Klebestreifen gigantische Installation, Raumkonzepte und Bilder erschaffen, setzen vor allem auf Kontraste, urbane Themen und Tiermotive und vereinen dabei alles zu einer einzigartigen Bildsprache.

Arsek & Erase

Optische Täuschungen, Dreidimensionalität, intensive Blicke und knallige Farben. So lässt sich das Konzept von Arsek & Erase aus Bulgarien wohl am schnellsten auf den Punkt bringen. Auf Instagram zählen Arsek & Erase über 90.000 Follower, die sich von den Farbexplosionen der Streetart-Künstler berauschen lassen.

Der Background: THE HAUS

Ihr erinnert euch an THE HAUS? Genau vor einem Jahr sorgte das Kunstprojekt für Furore in Berlin und weit darüber hinaus. Über 100 Künstler nutzen die Gelegenheit ein ehemaliges Bürohaus kurz vor seinem Abrisstermin zu erobern und jeden Flecken, jede Toilettentür und jeden Zentimeter Platz zu bemalen, zu bekleben oder anders zu gestalten. Und alle standen Schlange. Egal ob Heidi Klum, Regisseurin Lana Wachowski oder Kultursenator Klaus Lederer Alle wollten rein. Das Resultat waren 78.000 Besucher in 2 Monaten und stundenlange Wartezeiten. Für alle, die es rein geschafft haben und die THE HAUS erleben durften, bleibt eine atemberaubende Erinnerung. Fotos waren streng verboten, das Haus wurde am Ende, wie geplant, abgerissen.

Programm, Events und Orte

Dieses Jahr wird alles anders: keine Schlangen, kein Fotoverbot, stattdessen Kunst für die ganze Stadt und vielleicht sogar für eine kleine Ewigkeit. Neben den Murals werden überall in der Stadt weitere Events rund um das Thema Streetart stattfinden. Alle Informationen zu den Events, den Walls oder den Partys findet ihr in der App, die extra für das Fest herausgebracht wird. Alle Murals auf einen Blick findet ihr auf der Map.Hier geht's zum Download der Berlin Mural Fest Map.

Berlin Mural Fest 2018 Map
Berlin Mural Fest 2018 Map © Berlin Mural Fest 2018

Let’s play – die App für eure guided Streetart Tour

Mit der App könnt ihr auf Foto-Tour gehen und die Kunstwerke nicht nur live anschauen und abfotografieren, sondern auch noch mehr dazu erfahren. Die Augmented-Reality-Funktion der App versorgt euch mit allen Infos zu den Künstlern und ihren Werken. Außerdem bietet die App eine Geocaching-Funktion.

Wie kommt ihr hin?

Berliner wissen natürlich sowieso, wie sie in der City von A nach B kommen (wenngleich es Berliner geben soll, die ihren Kiez nie verlassen!). Für alle anderen: Die Murals sind teilweise sehr weit voneinander entfernt. Schaut euch am besten vorher an, welche Künstler euch besonders interessieren und nehmt euch eine Ecke vor. Wenn ihr noch Zeit habt, bringen euch Bus, U-Bahn und S-Bahn durch die ganze Stadt. Alle Orte befinden sich übrigens in den Verkehrszonen A und B.

Noch mehr Streetart in Berlin

Urban Nation Museum For Contemporary Urban Art in Berlin
Urban Nation Museum For Contemporary Urban Art in Berlin_2 © visitBerlin, Foto: Sönke Schneidewind

Die Szene ist erwachsen geworden und hat unfassbar talentierte Künstler und bekannte Namen hervorgebracht. Wild, frei, politisch und anarchisch geht es auch heute noch auf den „Leinwänden“ etablierter und junger Straßenkünstler zu. Doch mittlerweile hat die Kunstform die Anerkennung gefunden, die sie verdient. In der Bülowstraße in Schöneberg findet ihr zum Beispiel das erste Streetart Museum Deutschlands, das Museum For Urban Contemporary Art Berlin. Der Weg zum Museum lohnt sich schon allein für die meterhohen Murals entlang der Straße. Und dann gibt es natürlich noch die Klassiker, wie der Astronaut Cosmonaut in Kreuzberg, die legendäre East Side Gallery oder besondere Ausstellungen wie The Art of Banksy. Alle Geheimnisse und Insider-Tipps zur Berliner Streeart-Szene und Geschichte erfahrt ihr bei einer Führung rund ums Thema Urban Art in Berlin.

Die Kunst der Gegenwart

Illegale Streetart war gestern. Dieses Fest ist absolut legal, die Teilnehmer sind Koryphäen auf ihrem Gebiet, die in aller Ruhe und ganz legal atemberaubende Ausstellungsstücke schaffen. Wir freuen uns auf die größte Open Air Gallery, die Berlin je gesehen hat. Und keine Sorge, bis es soweit ist könnt ihr mit unseren Tipps schon jetzt auf Streetart-Tour gehen:

 

 

 

Maxi: visitBerlin-Bloggerin unter visitBerlin.de/blog

Maxi

Kentucky, Paris, Lissabon. Das sind nur einige Stationen auf der Reise der Weltenbummlerin. Doch nur eine Stadt konnte ihr Herz erobern und festhalten - und das ist natürlich Berlin. Denn nirgendwo sonst kann man so schön mit dem Fahrrad in der Abendsonne am Kanal entlang brausen oder auf der Schaukel über die Häuserdächer am Mauerpark schwingen. Mit offenen Augen die Stadt erkunden - Das ist auch ihre Mission für den Blog.

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