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In 125 Metern Höhe über dem Alex

Mein Sprung vom Dach des Park Inn

Base Flying vom Park Inn Hotel
Base Flying am Alexanderplatz © Vertical Sports Events GmbH

Wie bin ich hier hingekommen? Was mache ich hier bloß? In was für einer vergnügungssüchtigen Gesellschaft lebe ich bloß, dass man SO etwas aus Spaß macht? Diese und andere Fragen schossen mir durch den Kopf, als ich in blanker Panik auf dem höchsten Hotel Berlins stand. Von dort oben, vom Dach des Park Inns –125 m über dem Alexanderplatz – wird bereits seit 2009 die Attraktion Base Flying angeboten. Konkret bedeutet das: Mit der derzeit schnellsten Personenabseilwinde der Welt fliegen Wagemutige und Adrenalinjunkies in Freifallgeschwindigkeit nach unten. Wie bin also ich hierhin gekommen, da ich mich doch weder zu der einen noch der anderen Gruppe rechnen würde?

Irgendwie lasse ich mich Wochen zuvor von meiner Kollegin überreden, diese Attraktion doch mal auszuprobieren. Etwas mulmig ist mir in diesem Moment zwar schon, aber das Gefühl habe ich schnell wieder verdrängt.

Doch der Tag rückt trotzdem unaufhörlich näher… und schließlich ist es soweit: Der Tag des Sprunges ist gekommen! Überraschenderweise kann ich die Nacht davor noch gut schlafen, doch als ich auf dem Dach stehe, schlägt mir das Herz bis zum Hals! Und nun? Die Aussicht ist wirklich schön, aber in dem Moment nur schwer zu genießen. Es ist echt hoch! Geschickt lasse ich mehreren Leuten den Vortritt, um mir das Ganze erst mal anzuschauen: Leider macht der Anblick von schreienden Menschen, die vom Hausdach fallen, die Sache nicht einfacher.

Ich schaffe es, der Versuchung zu widerstehen, alle vorzulassen und behalte meinen Platz in der Mitte der Gruppe – als letzte springe ich doch sowieso nicht mehr! Ich betrete tatsächlich den Steg, der zwischen den Häuserschluchten entlang führt. Inzwischen hat es auch noch angefangen zu regnen – wie, um die Dramatik zu erhöhen. Vorne angekommen krallen sich meine Finger am Geländer fest – einer der Base Flying-Mitarbeiter, der hier oben öfter Menschen zu beruhigen scheint, redet ermutigend auf mich ein und tätschelt mir den Rücken. Ich bekomme kluge Ratschläge wie „Nicht nach unten schauen, sondern geradeaus!“ oder „Mach‘ die Augen ganz zu!“ Unglaublicher Weise hilft das und ich werde etwas ruhiger. Dennoch bin ich ganz kurz davor, doch die Treppen nach unten zu nehmen.

In dem Moment jedoch packt mich mein Stolz: „Ich werde nicht die einzige sein, die einen Rückzieher macht!“, denke ich. Länger als alle anderen stehe ich auf dem Steg, lasse mich schließlich aber von der Seilwinde in eine waagerechte Position bringen und hänge über dem Alex. Ich betone es noch einmal: 125 Meter über dem Platz! Irgendwie bin ich froh, dass ich nicht selbst springen muss, sondern einfach nur das Geländer los lassen soll – das klingt einfacher als es ist. Ich kann nicht anders, kneife die Augen zu und kreische wie ein kleines Mädchen. Als ich tatsächlich fallen gelassen werde, reiße ich sie aber wieder auf, weil ich sehen muss, was mit mir passiert. Das Kreischen hingegen wird noch lauter! Der Moment des freien Falls ist unbeschreiblich, krass und irgendwie auch grandios!

Ich falle nur wenige Sekunden, dann wird der Flug sanft abgebremst und ich werde langsam abgeseilt. Bei der Ankunft auf sicherem Boden bin ich voller Adrenalin. Aber noch größer ist das Gefühl von überwältigender Erleichterung. Hinzu kommt unbändiger Stolz, dass ich es nach langem Zögern doch getan habe! Danach gönnen wir „Überlebenden“ uns ein Bierchen auf der Dachterrasse des Hotels. Stolz, happy und erleichtert sehen wir aus! Bei jedem erneuten Erzählen des Erlebnisses grinse ich breit.

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