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11 Tipps für sehenswerte Berlinale-Filme

Highlights auf dem Berlinale Summer Special

Berlinale

Internationale Filmfestspiele Berlin

Am 9. Juni startet das Berlinale Summer Special, bei dem ihr in 16 Open Air Kinos in der ganzen Stadt euren Filmhunger stillen könnt. Und wie sonst im Februar läuft auch bei diesem ganz besonderen Event eine spannende Auswahl an ganz verschiedenen Filmen, ob nun anspruchsvolles Arthous-Kino, toll gemachte Kinderfilme oder vielversprechende Erstlingswerke neuer Talente.

Wir haben schon mal ins Programm geschaut und stellen euch elf Filme vor, die besonders vielversprechend klingen.
Viel Spaß im Kino.

Tipp 1: Babardeală cu bucluc sau porno balamuc

Der Goldene Bär: Im März hat ja bereits die Internationale Jury ihre goldenen und silbernen Bären an die Filme im Wettbewerb vergeben. Der Goldene Bär ging dabei an den auch von der Kritik gefeierten rumänischen Film Babardeală cu bucluc sau porno balamuc. Mal sehen, ob die satirische Komödie um eine Lehrerin, der ein privates Video zum Verhängnis wird, auch das Publikum so begeistern wird.

Tipp 2: The Mauretanian

Das Berlinale Summer Special eröffnet der spannende Gerichtsfilm The Mauretanian mit den Hollywoodstars Jodie Foster und Benedict Cumberbatch. Basierend auf wahren Erlebnissen erzählt er von dem Mauretanier Mohamedou Ould Slahi, der als vermeintlicher Terrorist verhaftet und im Guantánamo Bay ohne Gerichtsverfahren festgehalten wird. Jodie Foster als sein Anwältin und Benedict Cumberbatch liefern sich ein spannendes Duell.

Tipp 3: Nebenan

Der Berlin-Film: Daniel Brühl spielt sich herrlich selbstironisch selbst. Als erfolgreicher Berliner Schauspieler Daniel wird er in der Eckkneipe in ein Gespräch verwickelt, aus dem er nicht mehr herauskommt und das alles verändert. Es geht um Gentrifizierung, die immer noch lebendige Vergangenheit – und natürlich um Berlin.

Tipp 4: French Exit

Michelle Pfeiffer spielt in French Exit eine verarmte Witwe, die mit ihrem Sohn nach Paris zieht. Der Film läuft als Berlinale Special Gala und verspricht nicht nur elegantes Setting und einen tollen Look, sondern auch geschliffene Dialoge und großartige Schauspielkunst.

Tipp 5:  I’m no Angel

Leider ist die Retrospektive – bis auf eine Vorführung ja verschoben, dafür ist der Film I’m no Angel aber ein absolutes Highlight.  Mit der unvergleichlichen Mae West in der Hauptrolle ist I’m no Angel der Beweis, wie frei und frech Hollywood sein konnte. Mae West brilliert nicht nur als sexy Löwenbändigerin, sondern schrieb auch Teile des Drehbuchs und singt ihre Lieder selbst. Und Cary Grant spielt auch mit!

Tipp 6: Beans

Das zwölfjährige Mohawk-Mädchen Tekahentahkhwa, genannt Beans, lebt in Quebec, als es dort 1990 zu Auseinandersetzungen zwischen den Mohawk und der Regierung kommt. Vor dem Hintergrund der friedlichen Proteste, die gewaltig niedergeschlagen werden, versucht Beans für ihre Rechte einzustehen und ihren eigenen Weg zu gehen. Der Film ist aber nicht nur eine emotionale Coming-of-age-Geschichte, sondern auch ein packendes Plädoyer gegen Rassismus und Ausgrenzung. Der Film hat übrigens den Gläsernen Bären für den Besten Film der Kinderjury im Wettbewerb Generation Kplus gewonnen.

Tipp 7: Petite Maman

Mit ihrem Vorgängerfilm Portrait de la jeune fille en feu hat Regisseurin Céline Sciamma Publikum und Kritik gleichermaßen begeistert. In ihrem neuesten Werk Petite Maman geht es ums Erwachsenwerden, um Leben und Tod, wobei die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen und der Film seinen ganz eigenen poetischen Reiz entwickelt.

Tipp 8: Ghasideyeh gave sefid

Iranische Filme waren in den letzten Jahren auf der Berlinale immer eine Entdeckung und Wettbewerbsgewinner, so die Filme von Jafar Panahi, der umjubelte Nader und Simin oder There is no evil im letzten Jahr. So lohnt sicher auch der neueste Wettbewerbsbeitrag Ghasideyeh gave sefid (Ballad of a White Cow), der von einer Frau erzählt, die sich nach der Hinrichtung ihres Mannes alleine durchschlagen muss.  

Tipp 9: Ich bin Dein Mensch

Dan Stevens‘ Tom ist der perfekte Partner – dank künstlicher Intelligenz soll der humanoide Roboter genau richtig im Zusammenleben mit Wissenschaftlerin Alma funktionieren. Aber wird das Experiment wirklich gutgehen? Regisseurin Maria Schrader geht dieser Frage in der von leiser Melancholie durchzogenen Komödie nach, dessen Hauptdarstellerin Maren Eggert den Silbernen Bären für die beste darstellerische Leistung gewann.

Tipp 10: Courage  

„Es braucht Mut, wenn man in einem Land wie Belarus überleben will.“ Das zeigt der eindrucksstarke Film Courage über drei Theaterleute inmitten der Massenproteste seit den letzten Präsidentschaftswahlen. Keine leichte Kost, aber ein Film, der Mut macht.

Tipp 11:  Le monde après nous

Ganz in der Tradition der Nouvelle Vague und den sommerleichten Filmen Eric Rohmers steht der Panorama-Beitrag Le monde après nous. Es geht um das Jungsein, die ganz große Liebe, das Leben in Paris – und natürlich werden ganz viele Zigaretten geraucht.

Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Kulturszene Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog.

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