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11 +1 Orte der Berliner Moderne

Spannende Architektur in 12 Bezirken

Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes
Treppenhaus (Haus des Metallarbeiterverbandes in Berlin) © visitBerlin, Foto: Angela Kröll

Das Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes (auch: IG-Metall-Haus) liegt im Berliner Ortsteil Kreuzberg in der Alten Jakobstraße 149 und ist die Verwaltungsstelle der Gewerkschaft IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Der Grundstein zum heutigen IG-Metall-Haus wurde am 21. Juli 1929 gelegt. Die Architekten waren Erich Mendelsohn und R. W. Reichel, wobei das Gebäude in erster Linie von Mendelsohn geprägt wurde. Fertiggestellt wurde das Gebäude trotz der seinerzeit aufkommenden Weltwirtschaftskrise und einem Streik der Bauarbeiter ein Jahr später im August 1930.

In ganz Berlin verteilt findet ihr faszinierende Bauten der Berliner Moderne, vom Bauhaus bis heute. Meisterarchitekten wie Gropius, Taut und Mies van der Rohe haben überall in der Stadt gebaut: Wohnsiedlungen und Bürohäuser, aber auch Strandbäder und Flughäfen. 11 + 1 Tipps für spannende Orte stellen wir euch vor, einen in jedem Berliner Bezirk. Geht auf Entdeckungstour und erfahrt, was es mit der Berliner Moderne eigentlich auf sich hat.

Noch mehr Orte der Berliner Moderne und spannende Infos zum Thema findet ihr übrigens auf visitBerlin.de

Tipp 1: Mies van der Rohe Haus

Mies van der Rohe-Haus
© Bezirksamt Lichtenberg

Das Haus Lemke (auch Landhaus Lemke oder Mies van der Rohe Haus) an der Oberseestraße 60 im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen ist das letzte von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Wohnhaus in Deutschland vor seiner Emigration 1938 in die USA. Es entstand im Bauhaus-Stil Anfang der 1930er Jahre unter dem Namen Villa Lemke. Heute dient das Haus als Ausstellungspavillon für Moderne Kunst und ist Anziehungspunkt für Liebhaber der Architektur Mies van der Rohes.

Klein aber fein. Das Mies van der Rohe Haus in Alt-Hohenschönhausen ist ein wenig die kleine Schwester der berühmten Neuen Nationalgalerie in Berlin und ein Juwel im Grünen. Die von Mies van der Rohe für den Fabrikanten Lemke entworfene schlichte, elegante Villa ist mittlerweile ein beliebter Ausstellungsraum für Kunst und Architekturthemen. Ideal für einen Tagesausflug also, denn ihr könnt gleich danach einen Abstecher an den nahe gelegenen Obersee machen.

Wo: Oberseestraße 60, Lichtenberg
Wann: Dienstag - Sonntag 11 -17 Uhr

Mehr Informationen über das Mies van der Rohe Haus

Tipp 2: Shell-Haus  

Shell-Haus
© visitBerlin, Foto: Nele Niederstadt

Das Shell-Haus ist ein fünf- bis zehngeschossiger Bau am Landwehrkanal im Berliner Ortsteil Tiergarten am Reichpietschufer 60–62. Der auf einer Fläche von 2700 m² errichtete Stahlskelettbau ist stilistisch der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen und gilt als eines der bedeutendsten Bürohäuser der Weimarer Republik. Das unter Denkmalschutz stehende Bürohaus wurde nach einem Entwurf des Architekten Emil Fahrenkamp von 1930 bis 1932 an der damaligen Königin-Augusta-Straße (ab 1933: Tirpitzufer, seit 1947: Reichpietschufer) für die Hamburger Rhenania-Ossag Mineralölwerke AG (ab 1947: Deutsche Shell AG) errichtet.

Eines der schönsten und architektonisch interessantesten Gebäude in ganz Berlin ist das Shell-Haus am Landwehrkanal. Sanft geschwungen und mit seiner einzigartigen Wellenform sieht es von jeder Seite anders aus. Das 1930 bis 1932  errichtete Gebäude von Emil Fahrenkamp  ist eines der ersten Berliner Gebäude mit Stahlskelettkonstruktion. Tipp: Kommt von der rechten Seite auf das Haus zu, dann zeigt es sich von seiner Schokoladenseite.
Übrigens: Ganz in der Nähe befindet sich das Bauhaus-Archiv, das derzeit umgebaut wird und daher leider geschlossen ist.  

Wo:  Reichpietschufer 60-62, Mitte
Wann: Nicht öffentlich zugänglich

Mehr Informationen über das Shell-Haus

Tipp 3: Gartenstadt Falkenberg

Gartenstadt Falkenberg
Die bunten Fassaden der Gartenstadt Falkenberg © Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Wolfgang Bittner

Die Gartenstadt Falkenberg ist die älteste der sechs Weltkulturerbe-Siedlungen in Berlin und wurde 1913-15 von Bruno Taut erbaut. Berliner kennen sie unter dem Namen Tuschkastensiedlung. Die Wohnsiedlung im Südosten Berlins sticht durch bunte Fassaden hervor.

Die Gartenstadt Falkenberg in Treptow-Köpenick ist berühmt für ihre farbintensiven Häuserfassaden. Die kunterbunte Siedlung wird daher im Volksmund auch Tuschkastensiedlung genannt und gehört zum UNESCO-Welterbe. Urheber dieses wunderbaren Farbenspiels ist der Architekt Bruno Taut, der mit seiner Farbgestaltung Konventionen brach. Mit seiner Wohnanlage, angelehnt an englische Vorbilder, schuf er bezahlbaren Wohnraum im Grünen für alle.

Wo: Akazienhof, Am Falkenberg, Gartenstadtweg, Treptow-Köpenick
Wann: Wann: Die Gartenstadt Falkenberg ist ein Wohnviertel.

Mehr Informationen über die Gartenstadt Falkenberg

Tipp 4: Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes

Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes
Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes © visitBerlin, Foto: Angela Kröll

Das Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes (auch: IG-Metall-Haus) liegt im Berliner Ortsteil Kreuzberg in der Alten Jakobstraße 149 und ist die Verwaltungsstelle der Gewerkschaft IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Der Grundstein zum heutigen IG-Metall-Haus wurde am 21. Juli 1929 gelegt. Die Architekten waren Erich Mendelsohn und R. W. Reichel, wobei das Gebäude in erster Linie von Mendelsohn geprägt wurde. Fertiggestellt wurde das Gebäude trotz der seinerzeit aufkommenden Weltwirtschaftskrise und einem Streik der Bauarbeiter ein Jahr später im August 1930.

Ein Haus und seine Botschaft. Wenn ihr vor dem Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes steht, achtet auf die geschwungenen Formen und die Fahnenstange mitten auf der Frontseite.  Erich Mendelsohn baut das Haus als Hauptsitz der Gewerkschaft, und so ähnelt es einem Demonstranten mit der Fahne in der Hand. Das Haus war nicht nur radikal modern gestaltet, sondern auch hochwertig ausgestattet. Innen sind es die formschönen Lampen und eleganten Treppenhäuser mit Messingverkleidungen, die es so besonders machen. Nachdem es während des Nationalsozialismus als Sitz der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront dient, ist es heute wieder ein Gewerkschaftshaus – mit der Fahne in der Hand.

Wo: Alte Jakobstraße 148, Friedrichshain-Kreuzberg
Wann: Das Gebäude ist ein Bürohaus, Sitz der IG Metall

Mehr Informationen über das Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes

Tipp 5:Großsiedlung Siemensstadt

Großsiedlung Siemensstadt - Panzerkreuzer -
'Panzerkreuzer' Bau von Hans Scharoun in der Siemensstadt © Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Wolfgang Bittner

Die Großsiedlung Siemensstadt (auch: Ringsiedlung) ist eine Wohnanlage im heutigen Berliner Ortsteil Charlottenburg-Nord. Sie wurde zwischen 1929 und 1931 als östliche Erweiterung der zum Bezirk Spandau gehörenden Siemensstadt gebaut. Sie bot den Arbeitern der benachbarten Siemenswerke eine Wohnmöglichkeit. Die Gesamtleitung oblag dem Stadtbaurat Martin Wagner, für das städtebauliche Konzept zeichnete Hans Scharoun verantwortlich. An der Planung der im Stil des Neuen Bauens errichteten Blöcke waren bekannte Architekten der Weimarer Republik wie Walter Gropius, Otto Bartning, Hugo Häring, Fred Forbát und Paul Rudolf Henning beteiligt. Markant für die Siedlung ist Scharouns an Schiffsarchitektur erinnernder Bauteil, der „Panzerkreuzer“ genannt wird.

Licht und Luft statt übelriechender Hinterhöfe und dunkler Wohnungen –das ist die Maxime der Architekten für die neue Arbeitersiedlung. Gleich sechs Architekten haben die Siedlung entworfen – und so könnt ihr ganz unterschiedliche Stile bewundern. Hans Scharouns Gebäude am Eingang ähnelt einem großen Schiff, ganz schlich und funktional hingegen ist die Bauweise von Walter Gropius. Otto Bartnings Gebäuderiegel ist dann auch so schlicht geraten, dass er den Beinamen „Langer Jammer“ erhält. Mehr über die Siedlung, die zum UNESCO-Welterbe gehört,  erfahrt ihr in der Infostation Siemenssstadt.

Wann: Infostation Samstag: 13 - 17 Uhr
Wo: Siemensdamm, Charlottenburg-Wilmersdorf

Mehr Informationen über die Großsiedlung Siemensstadt

Tipp 6: Hufeisensiedlung

Hufeisensiedlung
Hufeisensiedlung UNESCO-Welterbe, Berlin © Runze & Casper, Foto: Kirstin Hartmann

Die Hufeisensiedlung im Berliner Ortsteil Britz ist eine Siedlung des sozialen Wohnungsbaus und seit 2008 UNESCO-Welterbe. Sie entstand nach Plänen des Architekten Bruno Taut, des Architekten und späteren Berliner Stadtbaurats Martin Wagner sowie des Gartenarchitekten Leberecht Migge. Sie ist eines der ersten Projekte des sozialen Wohnungsbaues und gilt als eine Ikone des modernen Städtebaus und des Neuen Bauens. Die Siedlung wurde zwischen 1925 und 1933 in mehreren Bauabschnitten errichtet, von denen die zwischen 1925 und 1930 errichteten ersten sechs Abschnitte seit 1986 gemeinsam als Ensemble unter Denkmalschutz stehen. 2008 wurde die Hufeisensiedlung gemeinsam mit fünf anderen Berliner Wohnsiedlungen zum UNESCO-Welterbe Siedlungen der Berliner Moderne ernannt. Seit 2010 ist sie zudem eine als Gartendenkmal eingetragene, nach dem zentralen Bauteil in Form eines Hufeisens benannte Siedlung.

Für ein Dorfgefühl mitten in der Großstadt. Bruno Taut hat auch die Hufeisensiedlung in Berlin Britz gestaltet. Die wie ein Hufeisen geformte Siedlung verfügt über Bewohnergärten und viel Platz. Spaziert man durch die beschaulichen Straßen, könnte man meinen, man sei auf dem Dorf - und ja auch das ist typisch Berlin. Auch diese Siedlung ist seit 2008 ins Unesco-Welterbe aufgenommen.

Wo: Fritz-Reuter Allee, Neukölln
Wann: Die Hufeisensiedlung ist ein Wohnviertel.

Mehr Informationen über die Hufeisensiedlung

Tipp 7: Strandbad Wannsee

Strandbad Wannsee
© Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Wolfgang Bittner

Das Strandbad Wannsee ist eines der größten Freibäder an einem Binnengewässer in Europa. Es befindet sich am Ostufer des Großen Wannsees, eines Havel-Ausläufers in Berlin. Das heutige Strandbad Wannsee basiert auf den Planungen des Architekten Martin Wagner, der 1915 ein erstes Bebauungskonzept für die bis dahin noch kaum erschlossene Badestelle am Ufer des Großen Wannsees erarbeitete und 1927 schließlich ein modernes „Weltstadtbad“ im Sinne der Neuen Sachlichkeit konzipierte. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex mit einer Länge von 540 Metern wurde von 1929 bis 1930 nach Entwürfen des Architekten Richard Ermisch und des ihm unterstellten Oberbaurates Haenisch errichtet. Wannseebadweg 25, OT Nikolassee

Das Strandbad Wannsee kennt jeder Berliner – weniger wegen der Architektur der Anlage als wegen der Badefreuden im Sommer. Dennoch lohnt sich vor dem Sprung ins Wasser ein Blick auf die Anlage, die Anfang der Dreißiger Jahre im Stil der Neuen Sachlichkeit entsteht. Als modernes Weltstadtbad konzipiert, sollte das Gebäude eigentlich 1 km lang werden. Den Nazis ist es zu modern, sie  verhindern den Weiterbau. So steht heute nur die Hälfte des ursprünglich geplanten Gebäudes – doch die ist imposant genug.

Wo: Strandbad Wannsee, Wannseebadweg 25, Steglitz-Zehlendorf
Wann: Öffnet mit Beginn der Freibadsaison

Mehr Informationen über das Strandbad Wannsee

Tipp 8: Wohnstadt Carl Legien

Wohnstadt Carl-Legien in Berlin Pankow
Wohnstadt Carl-Legien © Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Wolfgang Bittner

Bezahlbares Wohnen und dazu auch noch Licht, Luft und Sonne? Ein klassischer Fall für Bruno Taut!
In der Wohnstadt Carl Legien in Prenzlauer Berg stellt sich beim Betreten das Gefühl von Weite mitten in der Großstadt ein. Alle Wohnungen verfügen entweder über einen Balkon oder eine große Loggia, die Innenhöfe sind riesige grüne Gärten. Getreu Tauts Motto „Farbe ist Lebensfreude“ sind auch hier Fensterrahmen und Treppenhäuser verschiedenfarbig gestaltet.

Wo: Erich-Weinert-Straße, Pankow
Wann: Wann: Die Wohnstadt Carl Legien ist ein Wohnviertel.

Mehr Informationen über Wohnstadt Carl Legien

Tipp 9: Weiße Stadt

Weiße Stadt - Aroser Allee
Weiße Stadt - Großsiedlung Schillerpromenade in Berlin © Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Wolfgang Bittner

Weiße Stadt (Reinickendorf), 1929-31 erbaut von Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg, Siedlungsgrün von Ludwig Lesser Zum Welterbe zählen sechs repräsentative Wohnhaussiedlungen der Berliner Moderne: die Gartenstadt Falkenberg, die Siedlung Schillerpark, die Großsiedlung Britz, die Wohnstadt Carl Legien, die Weiße Stadt und die Großsiedlung Siemensstadt.


Das Gegenteil zur Papageiensiedlung! Hier gibt es keine bunten Fassaden: Die Weiße Stadt trägt ihren Namen zu Recht. Um Kosten zu sparen, sind die Elemente wie Türen, Fenster und Treppenhäuser einheitlich gestaltet – und der Putz einheitlich weiß. Nur die Fenster- und Türrahmen in leuchtenden Farben setzen bunte Akzente. Doch gerade das macht den Reiz der Anlage aus, die schließlich zum UNESCO-Welterbe zählt.

Wo: Aroser Allee, Emmentaler Straße, Genfer Straße, Reinickendorf
Wann: Die Weiße Stadt ist ein Wohnviertel.

Mehr Informationen über die Weiße Stadt

Tipp 10: Flughafen Tempelhof

Flughafengebäude des ehemaligen Flughafen Tempelhof
© Getty Images, Foto: fitopardo

Der Flughafen Berlin-Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 den Linienverkehr auf. Er war bis zu seiner Schließung am 30. Oktober 2008 neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei internationalen Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin und trug die Bezeichnung Zentralflughafen. Im Jahr 2007 wurden dort rund 350.000 Fluggäste abgefertigt. Seit 2010 wird das ehemalige Flughafengelände vom Land Berlin und seinen Unternehmen mit dem Projektnamen Tempelhofer Freiheit bezeichnet und ist für die Öffentlichkeit als grüner Erholungsort zugänglich. In den Medien und in der Umgangssprache wird dagegen meist vom Tempelhofer Feld gesprochen.

Das ehemalige Flugfeld am Flughafen Tempelhof ist eines der Lieblingssziele der Berliner am Wochenende. Das Gelände ist heute das größte Baudenkmal Europas mit einer wechselvollen Geschichte. Begonnen in den 1920er Jahren, entsteht unter den Nazis seine heutige Gestalt, die ihn zum größten Flugkreuz der Welt machen wollen. Während der Blockade Berlins ist der Flughafen das Tor zur Welt. 2008 wird er geschlossen und seitdem als riesiger Park genutzt.

Wo: Tempelhofer Damm 1-7, Schöneberg-Tempelhof
Wann: Das Feld ist täglich bis zur Dämmerung geöffnet, Besichtigung der Flughafengebäude ist im Rahmen einer Führung möglich

Tickets für die Führung

Mehr Informationen über den Flughafen Tempelhof

Tipp 11: Ahrensfelder Terrassen

Ahrensfelder Terrassen
Balkone der Ahrensfelder Terrassen in Marzahn-Hellersdorf © Jens Rötzsch

In Marzahn-Nord ist durch teilweisen Abriss und Umbau von 1.689 Wohnungen ein attraktives Stadtquartier mit 409 Miet- und 38 Eigentumswohnungen entstanden. Nach der abgestuften Bauform der verbliebenen Drei- bis die Sechsgeschosser wird es "Ahrensfelder Terrassen" genannt. Die attraktive Terrassenlandschaft war und ist das größte Stadtumbau-Projekt der Hauptstadt. Initiator und Bauherr des modellhaften Projekts war die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Marzahn, heute degewo Marzahner Wohnungsgesellschaft, die zuvor mit rund 30 Prozent Leerstand in diesem Bereich zu kämpfen hatte.

Schon von weitem leuchten sie gelb, orange und hellrot: Die Ahrensfelder Terrassen im grünen Marzahn sind eine Wohnsiedlung mit großzügigen Dachterrassen die der Anlage auch ihren Namen gegeben haben. Ehemalige Plattenbauten sind dafür zurück gebaut. Die großen Balkone sind wie die Fassaden in warmen Farben gestaltet. Ursprünglich sollte der Plattenbaukomplex abgerissen werden. Aber die Bewohner machten sich dagegen stark, und so ist eine großzügige Wohnanlage entstanden: Heute ist alles komplett vermietet!

Wo: Märkische Allee / Ecke Havemannstraße, Marzahn-Hellersdorf
Wann: Die Ahrensfelder Terrassen sind ein Wohnviertel.

Mehr Informationen über die Ahrensfelder Terrassen

Tipp 11+1: Flachbausiedlung Staaken

Flachbausiedlung Staaken
Flachbausiedlung Staaken, Heerstraße in Berlin Spandau © visitBerlin, Foto: Angela Kröll

Die Siedlung Neu-Jerusalem ist eine seit 1992 denkmalgeschützte Wohnanlage des Neuen Bauens an der Heerstraße im Berliner Ortsteil Staaken (Bezirk Spandau), nahe der Berliner Stadtgrenze. Die Siedlung wurde 1923/1924 von dem Architekten Erwin Anton Gutkind geplant und 1925 fertiggestellt.

Weniger bekannt als die Großsiedlungen der Berliner Modern, aber dennoch einen Besuch wert ist die Flachbausiedlung Staaken an der Heerstraße. Das Kleinod der modernen Architektur entsteht schon  Anfang der 1920er Jahre als eine der ersten Siedlungen im neuen Stil mit 21 Doppelwohnhäusern und einem Musterhaus. Und vielleicht erfahrt Ihr bei einem Besuch auch, warum die Siedlung den schönen Beinamen Neu-Jesusalem trägt.

Wo: Heerstraße, Spandau
Wann: Die Flachbausiedlung Staaken ist ein Wohnviertel.

Mehr Informationen über die Flachbausiedlung Staaken

Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Kulturszene Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog.

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