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Berlin – Kreativmetropole

Berlin, Januar 2012 Berlin wird national und international als pulsierende Kreativmetropole wahrgenommen, in der spannende Ideen entwickelt und neue Trends gesetzt werden. Seit 2006 trägt die deutsche Hauptstadt den offiziellen UNESCO-Titel „Stadt des Designs“. Darüber hinaus ist sie als erste Stadt Deutschlands Mitglied im globalen Netzwerk der „Creative Cities“, das von der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur gegründet wurde. Die faszinierende Verbindung zwischen Design, Kunst und Kultur übt nicht nur auf internationale Touristen eine magnetische Anziehungskraft aus, sie lockt auch immer mehr Menschen mit kreativen Ideen an die Spree.

Kreativstandort und Talentschmiede

Berlins wechselvolle historische Entwicklung, seine Bedeutung als Hauptstadt, seine Weltoffenheit und der ständige urbane Wandel bieten ideale Voraussetzungen für die Entfaltung innovativer Ideen. Seit dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung ist eine interessante Designlandschaft mit Agenturen, Ateliers, Showrooms, Messen und Verkaufsplattformen an der Spree entstanden, geprägt durch Vielfalt, Unkonventionalität und Qualität. Kaum eine andere europäische Metropole bietet eine derart große Bandbreite: Das Zusammenwirken der unterschiedlichen Designdisziplinen –von Produkt- und Möbeldesign über Mode, Fotografie, Architektur und Kunst bis zum Kommuni¬kations- und Grafikdesign – in Berlin ist einzigartig. Immer mehr Kreative aus aller Welt lassen sich vom experimentellen Klima der deutschen Hauptstadt inspirieren und verlegen ihren Arbeits- und Lebens¬mittelpunkt an die Spree. Sie finden hier optimale Rahmenbedingungen: Die Stadt bietet Raum für künstlerische Freiheit, außergewöhnliche Ausstellungsflächen, günstige Miet- und Lebenshaltungskosten, globale Netzwerke und nicht zuletzt ein designinteressiertes Publikum, das offen für Neues ist. Über 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Kreativität längst mehr als nur ein Lebensgefühl – sie ist zu einem der wichtigsten Standort- und Wirtschaftsfaktoren Berlins geworden. Zahlreiche Ausbildungsinstitutionen sorgen dafür, dass die kreative Szene der Haupt-stadt stets lebendig bleibt. Staatliche Kunsthochschulen, darunter die renommierte Universität der Künste (UdK), und diverse privat getragene Weiterbildungsinstitute bieten ein breites Spektrum an designorientierten Studienfächern an. Viele Studenten bleiben Berlin auch nach ihrem Abschluss treu und bereichern langfristig das kreative Potential der Stadt.

Kreative Zentren und Netzwerke

Vergleichbar mit den international beachteten Zentren der alternativen Berliner Kunstszene wie dem „Tacheles“, dem „Künstlerhaus Bethanien“ oder den Kunst-Werken Berlin gibt es auch mehrere kreative Zentren für Designschaffende und -fans. Sie dienen einheimischen und internationalen Designern aller Bereiche als Plattform und bieten Interessierten die Möglichkeit, sich zu informieren und mit den Machern der Kreativbranche ins Gespräch kommen zu können. Im ehemaligen FlughafenTempelhof / Columbiadamm 10 befindet sich das „Internationale Design Zentrum Berlin“ (IDZ). 1968 als Forum zur Förderung des guten Designs gegründet, ist es eines der ältesten Designzentren Deutschlands. Seitdem fungiert es als Schnittstelle zwischen Kreativszene, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Im Rahmen von Ausstellungen, Workshops und internationalen Projekten präsentiert das IDZ regelmäßig aktuelle Entwicklungen des Designs. www.idz.de Nachdem seiner Eröffnung 2009 ist das „ÏMA-Design Village“ in Kreuzberg schnell als „Mutter der Kreativen“ – ïma ist das hebräische Wort für „Mutter“ – zum festen Bestandteil der Berliner Designlandschaft geworden. Gestalterisch Tätige aus aller Welt haben in dem ehemaligen Industriebau aus dem Jahr 1896 ihre Heim- und Arbeitsstätte gefunden. Auf rund 10.000 Quadratmetern reihen sich Büros, Ateliers sowie Ausstellungs- und Verkaufsflächen der sogenannten „Village People“ aus unterschiedlichen Designbereichen aneinander. Die entspannte Atmosphäre des „ÏMA-Cafés“ lädt auch Besucher zum Verweilen und zum kreativen Austausch mit den Gestaltern ein. Im integrierten „ÏMA-Loft-Hotel“ können Privatpersonen oder Design-Unternehmen komplett ausgestattete Apartments unterschiedlicher Größe für den Kurz- oder Langzeitaufenthalt in der Kreativhauptstadt mieten. www.imavillage.com In unmittelbarer Nachbarschaft hat sich das „betahaus“ am Kreuzberger Moritzplatz ebenfalls der Förderung von Innovation und Kreativität verschrieben. Etwa 120 Freiberufler finden in dem jungen Co-Working-Projekt auf rund 1.000 Quadratmetern Arbeitsräume und eine kommunikative Plattform für ihre Ideen. Zwischen entspannter Kaffeehaus-Atmosphäre und konzentriertem Arbeitsumfeld sind Grafiker, Programmierer, Fotografen, Architekten, Designer, Startups, eine Konzertagentur, Buchhalter, Akademiker, Rechtsanwälte, NGO’s, Übersetzer, Videokünstler, Journalisten und Blogger neben- oder miteinander tätig. In der bunten Bürogemeinschaft können temporäre Arbeitsplätze ab einem Tag, für mehrere Wochen oder auch auf Dauer angemietet werden, es gibt auch eine 170 Quadratmeter große Werkstatt mit 3-D-Drucker, Holzbearbeitungs-Werkzeugen und Lasercutter. Immer dienstags um 17 und donnerstags um 14.30 Uhr findet eine Führung durch das Haus statt, Treffpunkt ist das „betahaus-Café“ im Erdgeschoss. Anmeldung unter: fuehrung@betahaus.de; www.betahaus.de Seit Mai 2010 dient das „Soho House Berlin“ in Mitte Kreativen aus der Medien- und Modebranche als Unterkunft und Arbeitsbereich während ihres Berlinaufenthalts. Vorbilder des exklusiven Club-Hotels stehen in London, Hong Kong und New York. Während der obere Teil mit Übernachtungs- und Arbeitsmöglichkeiten, Lounge und beheizbarem Pool auf der Dachterrasse für Club-Mitglieder reserviert ist, sind die Annehmlichkeiten der unteren drei Etagen des Hauses – Restaurants, Läden, ein Kinosaal und ein Wellness-Center – auch für Nicht-Mitglieder zugänglich. Das denkmalgeschützte Gebäude an der Ecke Torstraße/Prenzlauer Allee war ursprünglich ein Kaufhaus und wurde später unter dem Namen „Haus der Einheit“ von der SED und dem Institut für Marxismus-Leninismus genutzt. www.sohohouse.com Neben den Kreativzentren bilden zahlreiche Netzwerke und Webportale wichtige Plattformen für den Austausch der Designer. Als Organisatoren diverser Projekte im In- und Ausland fördern sie das positive Image der Berliner Kreativwirtschaft und ihres Standorts. Allen voran ist das Netzwerk „CREATE BERLIN“ zu nennen, das Designschaffende aller Segmente sowie wichtige Institutionen, Agenturen und Unternehmen der Hauptstadt vereint, bedeutende Ausstellungen organisiert und Networking auf nationaler und internationaler Ebene betreibt. Im neuen Showroom von CREATE BERLIN in der Almstadtstraße werden regelmäßig Produkte und Projekte Berliner Designer präsentiert. www.create-berlin.de DMY ist nicht nur das jährlich stattfindende Designfestival, sondern zugleich ebenfalls ein Netzwerk für Designer, das nationale und internationale Ausstellungen kuratiert und verschiedene Projekte auf internationalen Designfestivals, Messen, in Designinstitutionen und Museen realisiert. Im Stilwerk hat DMY im Oktober 2010 eine Design Galerie eröffnet. Sie zeigt eine Daueraustellung zeitgenössischer und konzeptueller Designstücke und gibt darüber hinaus jeden Monat nähere Einblicke in die Arbeiten einzelner Designer und Designkollektive. www.dmy-berlin.com

Berliner Designmuseen

Eine weitere Anlaufstelle für alle, die mehr über Design und speziell über unterschiedliche Stilrichtungen und Positionen wissen möchten, sind die Berliner Museen. Sie präsentieren verschiedene historische und ästhetische Aspekte aus den Bereichen der Gestaltung und Mode. Mit der weltweit umfangreichsten Sammlung zum Bauhaus (1919-1933) ist das „Bauhaus-Archiv Berlin/Museum für Gestaltung“ ein Muss für alle Designfans. Anhand eindrucksvoller Beispiele wird das gesamte Spektrum der richtungsweisenden Bewegung gezeigt, die die moderne Designwelt mit ihrer Idee der funktionalen Ästhetik nachhaltig beeinflusst hat. Auch äußerlich besticht das von Walter Gropius entworfene Gebäude durch sein avantgardistisches Design, das an die Form eines Fabrikgebäudes erinnert. www.bauhaus.de In unmittelbarer Nähe des Jüdischen Museums in Kreuzberg befindet sich die „Berlinische Galerie“, deren Fokus auf Kunst und Design „made in Berlin“ der vergangenen 100 Jahre liegt. Neben der ständigen Sammlung, die bekannte Künstler wie Heinrich Zille oder George Grosz zeigt, wird designaffinen Besuchern in den Räumen des ehemaligen Glaslagerhauses ein abwechslungsreiches Angebot an Sonderausstellungen zur jungen, internationalen Kreativszene der Hauptstadt sowie diverse Film- und Musikveranstaltungen geboten. www.berlinischegalerie.de Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus sind die drei dekorativen Stilrichtungen, denen sich das international ausgerichtete „Spezial- und Epochenmuseum Bröhan“ widmet. Sie gelten als Vorläufer des modernen Designs. Die Bestände des Bröhan-Museums gliedern sich in zwei Hauptgebiete – Kunsthandwerk und Bildende Kunst. Ausgewählte Objekte unterschiedlicher Materialien und Techniken aus Glas, Keramik, Porzellan, Silber und Metall werden in Kombination mit Möbeln, Teppichen, Graphiken und Bildern als ganzheitliche Raumensembles repräsentativ dargestellt. www.broehan-museum.de Mit der Sammlung Lipperheidesche Kostümbibliothek besitzt die Kunstbibliothek im Kulturforum am Potsdamer Platz die weltgrößte Fachsammlung zur Kulturgeschichte der Kleidung und Mode. Kostüm- und Modeentwürfe von der Renaissance bis zur Gegenwart, Karikaturen, internationale Modeillustrationen und -fotografien des 20. Jahrhunderts bilden die Schwerpunkte dieser graphischen Sammlung. www.smb.spk-berlin.de Das „Berliner Kunstgewerbemuseum“ ist das älteste seiner Art in Deutschland. Es besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen an europäischem Kunsthandwerk, die Designliebhaber an zwei Standorten in der Stadt bewundern können: In dem Museumsgebäude am Kulturforum am Potsdamer Platz bekommen Besucher einen Überblick über die historische Entwicklung von Kunstgewerbe und Design. Am zweiten Standort im Schloss Köpenick werden unter dem Aspekt „RaumKunst“ Möbel und Kunstgewerbe aus Renaissance, Barock und Rokoko gezeigt. www.smb.museum/kgm Das „Werkbundarchiv/Museum der Dinge“ präsentiert seine Sammlung zur Design- und Alltagskultur des 20. Jahrhunderts in einem ehemaligen Werkstatt¬gebäude in Kreuzberg. Rund 35.000 Archivalien und 20.000 designhistorisch bedeutsame Objekte dokumentieren die Geschichte des 1907 gegründeten Deutschen Werkbundes und der von der industriellen Massen- und Warenproduktion geprägten Sachkultur. Sie sind auf circa 500 Quadratmetern in Form eines „offenen Depots“ für die Besucher zugänglich. www.museumderdinge.de Einen umfassenden Einblick in die Designgeschichte in der sowjetischen Besatzungszone und der ehemaligen DDR erlaubt die „Sammlung Industrielle Gestaltung“. Insgesamt etwa 160.000 Alltagsgegenstände und Designobjekte aus den Bereichen Inneneinrichtung, Haushalt, technisches Gerät, Unterhaltungselektronik, Spielzeug, Textilien und Industriedesign sowie politische Plakate und Werbemittel umfasst der einmalige Bestand der Sammlung, die derzeit geordnet und dokumentiert wird. Während der arbeitsbedingten Schließung gibt es wechselnde Schaufensterausstellungen sowie diverse Veranstaltungen zu Geschichts- oder Designthemen. www.hdg.de

Galerien und temporäre Showrooms

In der vielfältigen Kreativszene der Hauptstadt haben sich in den vergangenen Jahren parallel zu den unzähligen Galerien für zeitgenössische Kunst auch immer mehr Ausstellungsräume etabliert, die die vielfältigen Facetten des modernen Designs präsentieren. Zu ihnen zählen beispielsweise die Galerie Karena Schüssler, die sich auf zeitgenössisches Design spezialisiert hat, oder die „Appel Design Gallery“ sowie „Helmrinderknecht“ in Mitte. Jacksons, ebenfalls in Mitte im Galerienhaus in der Lindenstraße gelegen, präsentiert skandinavische Designklassiker aus dem 20. Jahrhundert. Andere, wie die Galerie für Architektenmöbel in der Brunnenstraße, haben sich auf Möbel spezialisiert. Ulrich Fiedler zählt momentan zu den angesagten Design-Galeristen Deutschlands. 2009 ist er von Köln nach Berlin gezogen. Gemeinsam mit seinem Schweizer Kollegen Clemens Tissi, ebenfalls in Berlin ansässig, hatte er die Idee zum ersten „Berliner Design Galerie-Rundgang“. Er betreibt zusammen mit sieben anderen führenden Design-Galerien eine Internetseite, die über Veranstaltungen und Ausstellungen informiert. www.berliner-design-galerien.com. Das interdisziplinäre Forum für Kunst, Design und Genuss „im namen des raumes“ am Straußberger Platz lockt Designfans nach Friedrichshain. Es hat sich zum Ziel gesetzt, ungewöhnliche und unabhängige künstlerische und theoretische Positionen abseits des Mainstreams zu fördern. Für jeweils zwei bis drei Monate wird im denkmalgeschützten Henselmannturm ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und entsprechend inszeniert. Ergänzt werden die Ausstellungen durch Vorträge, Diskussionen und Lesungen. Darüber hinaus gibt es eine Hausbibliothek und ein kleines Café, in dem für das kulinarische Wohl der Besucher gesorgt wird. www.imnamendesraumes.de Der „designtransfer“ ist Galerie und Transferstelle der Fakultät für Gestaltung an der Universität der Künste Berlin, die als Schnittstelle zwischen Hochschule und Öffentlichkeit fungiert. Das wechselnde Ausstellungsprogramm präsentiert Projekte und Abschlussarbeiten aus designorientierten Studiengängen. Neben den Arbeiten aus der UdK werden auch Gastausstellungen, Wettbewerbe oder die Ergebnisse von Kooperationsprojekten gezeigt. www.designtransfer.udk-berlin.de

Designjahr 2011: Veranstaltungen mit Designfokus

Mit ihrer weltoffenen Atmosphäre bietet die Spreemetropole den idealen Rahmen für Veranstaltungen von internationalem Rang, die nicht nur den kreativen Austausch innerhalb der Branche und die Vermarktung fördern, sondern auch zum positiven Image des Mode- und Designstandortes Berlin beitragen. Zahlreiche Events in den kreativen Bereichen ziehen ein internationales Publikum an. Etablierte Messen wie das „DMY – International Design Festival“ gehören längst zu den unverzichtbaren Terminen innerhalb der Branche. Deutschlands wichtigstes Großevent für zeitgenössisches Produktdesign ist das jährlich stattfindende DMY – International Design-Festival. In den vergangenen Jahren hat sich der Nachfolger des berühmten Designmais zu Berlins innovativem Szenetreffpunkt, aktuellem Trendbarometer und experimentellem Kreativlabor entwickelt. Mehr als 700 kreative Köpfe aus über 30 Nationen zeigen dort die neuesten Entwicklungen, kommende Trends, interdisziplinäre Projekte und künstlerisch kritische Ansätze. Vom 1. bis zum 5. Juni 2011 findet das Festival zum zweiten Mal in den großflächigen Hangarn des Flughafens Tempelhof statt. Das DMY wird durch zahlreiche Sonderveranstaltungen von Berliner Design Studios, Galerien, Museen und ansässigen Botschaften im gesamten Stadtgebiet ergänzt. www.dmy-berlin.de Die Übergänge zwischen Design und zeitgenössischer Kunst sind oftmals fließend. Daher lohnt sich für Designbegeisterte auf alle Fälle auch ein Blick in den Kunstkalender der Hauptstadt. Neben den großen Messen wie der „Berlin Biennale“, der „Transmediale“, dem „ART FORUM“, der „Preview“ oder der „Berliner Liste“, die alle Facetten des Designs umfassen, findet zweimal jährlich im architektonisch reizvollen Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums die „Zeughausmesse für Angewandte Kunst und Design“ statt. Als eine der führenden Ausstellungen für angewandte Kunst lockt sie Liebhaber der schönen Form aus ganz Deutschland in die Hauptstadt. Der nächste Termin ist vom 13. bis zum 16. Dezember 2012. www.zeughausmesse.de Auch im Bereich Fashion ist der Wettbewerb in Berlin groß. Mit zahlreichen Messen und Modenschauen lockt die deutsche Hauptstadt zweimal pro Jahr zur Berlin Fashion Week Trendsetter aus aller Welt an und macht anderen Modemetropolen Europas Konkurrenz. Seit die „Bread & Butter“ 2009 nach Berlin zurückgekehrt ist, reiht sich ein Fashion-Highlight an das nächste: Neben der weltgrößten Messe für junge, urbane Mode werden auf der „Premium“, der „THEKEY.TO“, der „5elements.berlin“, der „Bright“, der „projektgalerie“ und im „Green Showroom“ Modebegeisterten an unterschiedlichen Locations die aktuellen Trends gezeigt. Bei der Mercedes-Benz Fashion Week auf dem Bebelplatz werden die aktuellen Kollektionen vor viel Prominenz und Modejournalisten aus aller Welt auf dem Laufsteg präsentiert. Zudem verwandelt sich während der Fashion Week ganz Mitte zur öffentlich zugänglichen Showroommeile mit verschiedenen Mode- und Designausstellungen. www.fashion-week-berlin.com

Designmärkte zu jeder Jahreszeit

Abseits der großen, oft kostspieligen Messen bieten kleinere Verkaufsplattformen und Kreativmärkte jungen Designern eine Möglichkeit, für ihre Produkte zu werben und sich untereinander zu vernetzen. Designfans können sich jedenfalls jetzt schon wieder auf die Vorweihnachtszeit freuen, denn dann kommen sie auf einem der Advents-Kreativmärkte, die sich seit einigen Jahren in Berlin etabliert haben, garantiert auf ihre Kosten. Das Konzept dieser Märkte ist einfach: In lockerer Clubatmosphäre verschmelzen Kunst und Design mit Musik und Party. Damit bieten sie eine willkommene Abwechslung für Weihnachtsgestresste. Alle, die also kurz vor dem Fest noch auf der Suche nach einem ausgefallenen Geschenk sind, werden auf dem „Trendmafia-Weihnachtsmarkt“, auf dem „Weihnachtsrodeo-Markt“ oder beim „Holy.Shit.Shopping“ fündig. Auch das Ku’damm 101 Hotel veranstaltet immer im Advent in seinen Hotelzimmern der ersten Etage einen Designweihnachtsmarkt mit DJ. Wer nicht bis Dezember warten möchte, kann beruhigt aufatmen. Aufgrund der großen Nachfrage beim „Holy.Shit.Shopping“ gibt es seit August 2009 das sommerliche Pendant dazu. Das nach Kurzurlaub klingende „Sommer.Pop.Shopping“ funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie der Advents-Kreativmarkt, nur an einem anderen Ort: Beim Super-Sonder-Sale werden die Arena in Treptow, das Badeschiff und eine riesige Outdoorfläche zur XXL-Shopping-Lounge. Auf insgesamt 3.000 Quadratmetern zeigen und verkaufen etwa 150 Nachwuchstalente und Jungdesigner ihre neuesten Kollektionen und Kreationen. Die „Trendmafia“ hat sich mittlerweile vom Weihnachtsmarkt zu einer ganzjährigen Veranstaltung entwickelt. Einmal pro Monat können Designfans in der Brunnenstraße junge, noch nicht etablierte Kunst erwerben und so den kreativen Nachwuchs der Hauptstadt fördern. Auch der „Sideseeing-Desingmarkt“ des Fashionnetzwerks Neukölln garantiert an mehreren Wochenenden im Jahr ein Shopping-Erlebnis der besonderen Art. Veranstaltungsorte und Termine für 2011 unter www.holyshitshopping.de, www.trendmafia.de, www.weihnachtsrodeo.de, www.kudamm101.com und www.sideseeing-berlin.com.

Kaufhäuser des guten Stils

In unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm, zwischen dem Theater des Westens und dem Savignyplatz, befindet sich ein Design-Paradies, das die Herzen aller Liebhaber des Schönen höher schlagen lässt. Das Design- und Einrichtungszentrum „stilwerk“ an der Kant-/Ecke Uhlandstraße präsentiert auf 20.000 Quadratmetern ein reichhaltiges Angebot an hochwertigem Einrichtungsbedarf und Lifestyle-Accessoires: Insgesamt rund 60 Einrichtungs- und Designerläden des gehobenen Segments sind in dem fünfstöckigen Gebäude auf dem Grundstück der ehemaligen Zentralverwaltung der Dresdner Bank vertreten. Der Tresorraum wurde erhalten und als architektonisches Highlight in den Glasbau integriert. Doch das „stilwerk“ ist mehr als ein designbewusstes Lifestyle-Kaufhaus, dort werden auch Ausstellungen und Vorträge organisiert, die die aktuellen Trends thematisieren oder die Künstler vorstellen, die hinter den angebotenen Designobjekten stehen. www.stilwerk.de Stilvolle Einrichtungen und hochwertige Designermöbel für zuhause gibt es auch beim „Exil-Wohnmagazin“, bei „BoConcept/urban design“ oder bei „Moove“ www.exil-wohnmagazin.de; www.boconcept.de, www.moove-net.de Im Laden „ausberlin“ am Alexanderplatz findet man Produkte made in Berlin. 270 Designer aus so ziemlich jedem Bezirk der Hauptstadt sind dort vertreten mit rund 3.000 Produkten: Mode, Wohnaccessoires, Bücher, Designobjekte und Spaßartikel. www.ausberlin.de Das „Morphose“ in der Oranienburger Straße in Berlin Mitte wirbt für „mehr Design im Leben“. Auf insgesamt 200 Quadratmetern bietet das Design-Minikaufhaus innovative Produkte für den Alltagsgebrauch: von edlen Wohn-Accessoires aus Edelstahl über Segeltuch-Taschen bis zu nützlichen Spaßartikeln wie dem Zahnstocherhalter „Vodoo-Man“ oder Fahrradsattelbezügen in witziger Tierkopf-Form. www.morphose.eu Schon von außen fällt das „DOM“ am Hackeschen Markt auf: Auf den ersten Blick könnte man das Geschäft mit seiner silberglänzenden Pailletten-Fassade auch für einen edlen Club halten, doch im Inneren des Trendladen gibt es ein buntes Sortiment von teuren Designermöbeln und Lampen, über Küchenaccessoires, Babysachen, Kosmetika, Kitsch bis hin zu preisgünstigen Spaßartikeln. Eine zweite Filiale befindet sich in der Friedrichstraße im Untergeschoß des Quartier 207. www.dom-ck.com Bei „Kult pur“ in Kreuzberg gibt es Design, das Spaß macht. Der kleine Laden in der Muskauer Straße, der außergewöhnliches Design und Kunsthandwerk von internationalen, oft noch nicht allzu bekannten Designern aus den Bereichen Mode, Wohnen und Accessoires präsentiert und verkauft, erfindet sich regelmäßig neu: Alle zwei Monate wechselt das Thema und damit auch die Auswahl der Produkte. Zeitgleich zu den Ausstellungen finden verschiedene Lesungen, Modeschauen und Konzerte in den Räumlichkeiten statt. Hausgemachte kulinarische Köstlichkeiten machen das Ladenkonzept von Design, Genuss und Kultur komplett. www.kult-pur.de Ein Kaufhaus der besonderen Art ist das Manufactum Warenhaus im Haus Hardenberg am Ernst-Reuter-Platz: Auf zwei Etagen sind hier hochwertige Produkte erhältlich, die zum Teil noch traditionell nach althergebrachten Standards arbeitsaufwändig gefertigt werden und daher besonders solide und langlebig sind. Das Sortiment der „guten Dinge“ reicht von Haushaltswaren, über Kleidung, Werk- und Spielzeug bis hin zu Möbeln. www.manufactum.de Modernes Design, hergestellt in alter Handwerkskunst - das gibt es auch in der „Imaginären Manufaktur“ (DIM). In der ehemaligen Kreuzberger Blindenanstalt in der Oranienstraße fertigen behinderte Menschen attraktive und zeitgemäße Designobjekte aus Korb, Bürsten und Besen. Über 70 internationale Designer entwerfen die stilvollen DIM-Objekte, die nicht nur in Kreuzberg sondern auch in Museumsshops in aller Welt verkauft werden. www.union-sozialer-einrichtungen.de Im „Modulor“ gibt es Zubehör, Material und Werkzeuge aller Art für Designer, Architekten, Modell-Bauer und Hobbybastler. Momentan befindet sich der Spezialist für Kunstbedarf noch in der Gneisenaustraße, ein Umzug an den Moritzplatz ist für 2011 geplant. Im ehemaligen Bechsteinhaus soll in direkter Nachbarschaft zum „ÏMA-Design-Village“ und zum „betahaus“ auf 16.000 Quadtratmetern ein weiteres Zentrum für Kreativität entstehen, in dem nicht nur das vergrößerte Kreativ-Kaufhaus sondern auch verschiedene Künstler-Ateliers und Miet-Werkstätten sowie Handwerksläden und Gastronomie geplant sind. Damit entwickelt sich die Gegend rund um den Kreuzberger Moritzplatz immer mehr zu einem Zentrum der Kreativbranche. www.modulor.de

Design(ver)führer

Für alle, die abseits der Touristenströme in das breitgefächerte Design-Geschehen Berlins eintauchen wollen, bieten „GoArt!“, „Niche“ oder „artberlin“ thematische Spaziergänge wahlweise durch die spannende Welt des (Mode-)Designs, der zeitgenössischen Kunst oder der modernen Architektur an. www.goart-berlin.de; www.nicheberlin.de; www.artberlin-online.de (25.698 Zeichen) Weitere Webportale mit nützlichen Informationen zur Designmetropole Berlin: - www.creative-city-berlin.de - www.designszeneberlin.de - www.designlifeberlin.de - www.berlindesignblog.de - www.berlindesign.net