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Das Jubiläumsjahr BTHVN2020 in Berlin

Im Juni 1796 spielt der 26-jährige Ludwig van Beethoven am königlichen Hof von Friedrich Wilhelm II ein virtuoses Klavierkonzert. Der König ist begeistert. Beethoven wird ihm später noch einige seiner Werke widmen, kommt aber kein weiteres Mal nach Berlin. Und dennoch: seine Musik ist nicht aus der Stadt wegzudenken, begleitet sie doch - quasi als Soundtrack - zahlreiche historische Momente.

Beethovens „Eroica“ spielte etwa die Staatskapelle, als am 5. November 1989 Rolf Reuter, Generalmusikdirektor der Komischen Oper, in der Gethsemanekirche forderte: „Die Mauer muss weg!“  Zum Weihnachtskonzert im Jahr des Mauerfalls dirigierte Leonard Bernstein Beethovens Neunte gleich zweimal in Berlin: im Ost-Berliner Schauspielhaus und in der Philharmonie im Westteil der Stadt. Statt „Freude“ ließ er den Chor „Freiheit“ singen: „Freiheit treibt die Räder in der großen Weltenuhr.“

Zum Jubiläums Jahr BTHVN2020 nähern sich die großen und kleinen Orchester der Stadt mit ganzen Zyklen, zu denen auch die großen Beethoven-Interpreten ihr Stelldichein geben; unter anderem die Pianisten Daniel Barenboim und Igor Levit oder Geigen-Virtuosin Anne-Sophie Mutter. Die Staatskapelle widmet BTHVN2020 ihre Festtage. Das Deutsche Symphonie Orchester orientiert an Beethoven als Themengeber und in der Staatsoper erklingen die großen Sinfonien.

Die Partitur zur „Neunten Sinfonie“ sowie zu rund 100 weitere Kompositionen finden Sie übrigens in der Staatsbibliothek Berlin. Zum Beethoven-Jahr können Sie die seltenen Originale im Rahmen der Ausstellung „Diesen Kuss der ganzen Welt!“ einsehen. Besonders für Familien lohnt sich ein Blick ins Programm des Musikinstrumenten-Museums, das unter dem Titel „B and Me“ in der Beethoven-Lounge zum Musikhören und Schmökern einlädt.  Und beim Ausflug in den Tiergarten dürfen Beethoven-Fans natürlich das Komponistendenkmal in der Nähe des Floraplatzes nicht verpassen.