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Unter den Linden
Berlins schönste Chaussee
Ein Straßencafé auf Höhe der Wilhelmstraße mit Blick nach Westen auf das Brandenburger Tor. © BTM / Koch
Blick auf die Straße Unter den Linden von der Quadriga auf dem Brandenburger Tor. © BTM / Koch
S-Bahnstation Unter den Linden. © BTM / Koch
Das Reiterdenkmal Friedrich des Großen. © BTM / Koch
Das Kronprinzenpalais Unter den Linden 3. © BTM / Koch
Humboldt-Universität, Hauptgebäude. © BTM / Koch
Terasse des Operncafés im Frühjahr. © BMT / Koch
Denkmal vor dem Operncafé. © BTM / Koch

Der Berliner Prachtboulevard, das alte Herzstück Berlins, führt vom Brandenburger Tor zur Schlossbrücke. Am Anfang waren die Linden ein Reitweg, der ab 1573 vom Schloss nach Lietzow, dem späteren Charlottenburg und weiter nach Spandau führte. Ab 1701 wurden die Linden im Zuge königlicher Prachtentfaltung und neuer Architektur immer weiter ausgebaut.
Es entstanden im Laufe der Zeit das Zeughaus, die Friedrichstadt und unter Friedrich II. dem Großen das Kronprinzenpalais, das Prinzessinnenpalais, das Opernhaus und das Palais für Prinz Heinrich, die jetzige Humboldt-Universität. Das Ende des 18. Jahrhunderts begonnene Forum Fridericianum sollte das geistige und künstlerische Zentrum der Monarchie werden mit der Staatsoper, der Akademiebibliothek, der St.-Hedwigs-Kathedrale und dem als Universitätsgebäude genutzten Prinz-Heinrich-Palais auf der gegenüberliegenden Seite.
Schinkels große bauliche Leistung war es, die unterschiedlichen Bauten und Stilrichtungen in einem ästhetischen Konzept zu vereinen, so entstanden die Neue Wache, die Schlossbrücke und die Neugestaltung des Lustgartens, wodurch sich die Linden zu einem Gesamtensemble vereinen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Berliner Dom im eklektizistischen Stil des Wilhelminismus neu errichtet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Boulevard, dessen Linden unter Hitler zwecks Verbreiterung der Fahrbahn und Integration in die Ost-West-Achse abgeholzt wurden, eine Trümmerwüste. Mit Ausnahme des Stadtschlosses, das 1950 als vermeintliches Symbol des Militarismus von den Sowjets gesprengt wurde, baute man die noch existierenden Gebäude nach und nach wieder auf. Die eigentliche Bautätigkeit jedoch begann erst 1958. Es entstanden typische 60er-Jahre-Gebäude mit gleichförmigen Fassaden. An Stelle des Stadtschlosses wurde der Palast der Republik gesetzt, der nach der Wende als asbestverseucht geschlossen wurde. Seit dem Mauerfall wurden viele Gebäude restauriert und neu erbaut. So wurde der Lustgarten, der zuvor als Paradeplatz diente, wieder zu einem den Plänen von Lenné nachempfundenen Gartenareal gestaltet.

Adresse

Unter den Linden
10117 Berlin-Mitte


Anfahrt

S Brandenburger Tor
S-Bahn S1, S2
Bus 100, TXL

Öffnungszeiten