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Ostalgie - Auf den Spuren des Ostens
Unsere Tour "Ostalgie" startet im Bezirk Lichtenberg. Mit der U-Bahn Linie 5 fahren Sie zur Haltestelle Magdalenenstraße. Entlang der Frankfurter Allee laufen Sie bis zur Kreuzung Ruschestraße und biegen rechts ab. Hier in der Ruschestraße 103 befindet sich das ehemalige Innenministerium der DDR mit der Staatssicherheitszentrale. Heute ist das Gebäude als Forschungs- und Gedenkstätte Ruschestraße 103 der Öffentlichkeit zugänglich. Fotos und Dokumente, sowie Gerätschaften, die zur Überwachung der DDR-Bürger verwendet wurden, können ebenso besichtigt werden wie das Büro des Stasi-Chefs Erich Mielke. Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße
Nun geht es entweder zu Fuß oder 2 Stationen mit der U-Bahn zur Station Samariterstraße weiter.
Über die Proskauer Straße gelangt man zur Frankfurter Allee. Am Frankfurter Tor mit seinen beiden imposanten Türmen, welche die Formen der Türme am Gendarmenmarkt wieder aufnehmen, beginnt die Karl-Marx-Allee. Der Prachtboulevard der ehemaligen DDR-Regierung diente als Repräsentations- und Paradestraße. Hier auf der bis 1961 "Stalinallee" getauften Straße brach am 17. Juni 1953 der Arbeiteraufstand aus, der blutig niedergeschlagen wurde. Heimatmuseum Friedrichshain Café Sibylle
Nun ist es nicht mehr weit zum Alexanderplatz. Vom Fernsehturm bis zum Spreeufer erstreckt sich das Marx-Engels-Forum. Die Statuen von Karl Marx und Friedrich Engels sind einziger Blickfang des weitflächigen Platzes. Auf dem Schlossplatz am anderen Ufer der Spree stand das Berliner Stadtschloss der Hohenzollern, das 1950 trotz internationaler Proteste als "Symbol des preußischen Militarismus" gesprengt wurde. Statt dessen wurde an dieser Stelle der Palast der Republik errichtet. Der während der DDR in Marx-Engels-Platz umbenannte Schlossplatz diente für Aufmärsche und Demonstrationen. Die einst festinstallierte Paradetribüne wurde nach der Wende abgerissen. Gegenüber dem Berliner Dom liegt das 2006 eröffnete DDR-Museum, welches einen anschaulichen Einblick in das Leben zu DDR-zeiten bietet. Anschaulich, multimedial und interaktiv kann der Alltag eines vergangenen Staates nachvollzogen werden: Die DDR von Aktueller Kamera bis Zentralkomitee. DDR Museum
Vom Hackeschen Markt fährt die Tram M1 zum Prenzlauer Berg. Dort wohnten einst und zum Teil noch immer Literaten und Künstler, von denen viele dem DDR-Regime kritisch gegenüber standen. Die Zionskirche am Zionskirchplatz bot ab 1986 Raum für eine oppositionelle Gruppe, der "Friedens- und Umweltkreis der Zionsgemeinde". Die Stasi durchsuchte die Räume am 25. November 1987 und nahm einige Mitglieder der Gruppe fest. Mahngottesdienste und Proteste sowie das große Medienecho der Westpresse führten zur Freilassung der Inhaftierten. Die Stasi sperrte jedoch den Turm- und Eingangsbereich der Kirche ab, woraufhin die Protestbewegung in die Gethsemanekirche auswich, von der aus die bekannten Mahngottesdienste vor der Wende abgehalten wurden. Die Eberswalder Straße geht über in die Bernauer Straße. Hier, direkt am früheren Mauerverlauf, befindet sich die Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 111. Die Grenze verlief direkt durch die Straße hindurch, in der einst die Häuser der Straße zugemauert wurden. Viele oftmals spektakuläre Fluchtversuche wurden hier unternommen. Über den 1964 gegrabenen Tunnel beispielsweise flüchteten 57 Menschen in den Westen. Die dramatische Geschichte des Tunnelbaus wurde 2001 als Zweiteiler "Der Tunnel" für das Fernsehen verfilmt. Heute steht der Grenzstreifen zwischen Ackerstraße und Bergstraße unter Denkmalschutz. Von hier aus gibt es mehrere Möglichkeiten den Streifzug auf den Spuren des Ostens fortzuführen: 1 Pankow
Der Bezirk Pankow grenzt nördlich an den Prenzlauer Berg. Hier wohnte einst die Elite der DDR-Politik. Pankow ist sowohl das alte Residierviertel als auch das Botschaftsviertel der DDR.
Von der gleichen Haltestelle fährt die Tram Linie 13 zur Schönfließer Straße. Hier zwischen Stavanger Straße, Gotlandstraße und Ibsenstraße befindet sich das ehemalige Botschaftsviertel der DDR. Die letzen Botschaften Pankows beherbergen Länder wie Kuba, Eritrea, Bosnien-Herzegowina oder Kap Verde.
Von der Straßenbahnhaltestelle Schönhauser Allee/Bornholmer Straße nimmt man die Tram Linie M1 bis zur Tschaikowskystraße und laufen ca. 500m zum Schloss Niederschönhausen, dem ehemaligen Amtssitz von Wilhelm Pieck, später Gästehaus für hohe Staatsbesuche. Im Schlosspark stehen viele wunderschöne alte Bäume, von denen 18 unter Naturschutz stehen und einige über 1000 Jahren alt sind. Sie sollen Reste jener Bäume sein, die schon vor der Besiedlung des Gebietes hier standen und bereits zu DDR-Zeiten das Schild mit der Eule erhielten, das sie als Naturdenkmale schützt. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen bietet Einblick in die Gefängnisse und Haftlager der DDR-Regierung. Das Gelände der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen steht wie wenige andere Orte in Deutschland für die Geschichte politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Das Gelände ist nur mit Führung zu besichtigen. Öffentliche Führungen finden von Montag bis Freitag jeweils um 11 und 13 Uhr statt, Samstag und Sonntag stündlich zwischen 10 und 16 Uhr. Eintritt 4, erm. 2 Euro, Montags Eintritt frei. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen 3 East-Side-Gallery
Im Bezirk Friedrichshain steht der größte zusammenhängende Mauerabschnitt. Hierbei handelt es sich nicht um die eigentliche Berliner Mauer, sondern um eine sogenannte Vorderlandmauer. Die East-Side-Gallery in der Mühlenstraße, am S- und U-Bahnhof Warschauer Straße, wurde nach dem Mauerfall von einer internationalen Künstlergruppe bemalt und erstreckt sich über mehrere Kilometer. 4 Treptower Park
Im Treptower Park steht das Sowjetische Ehrenmal. Es ist dem Gedenken der gefallenen sowjetischen Soldaten, von denen 5000 hier beerdigt sind, gewidmet. Die Anlage ist neben dem Soldatenfriedhof in Niederschönhausen der größte sowjetische Soldatenfriedhof Deutschlands sowie das größte antifaschistische Denkmal in Westeuropa. Er wurde 1947- 49 im stalinistischen Monumentalstil erbaut. Grabplatten und Fresken mit Darstellungen des Kriegsablaufes sind in langen gestaffelten Geraden angeordnet. Die imposante Statue über dem Mausoleum zeigt einen Soldaten, der ein gerettetes deutsches Kind trägt. 5 Marzahn
Der Bezirk Marzahn ist einer der größten zusammenhängenden Neubausiedlungen Berlins. Er entstand aufgrund der zunehmenden Wohnungsnot auf der grünen Wiese. Die gut ausgestatteten Wohnungen waren zu DDR-Zeiten hoher Komfort. Doch wer denkt, dass es sich heute um eine triste Plattenbausiedlung handelt, der täuscht. Viele Häuser wurden renoviert und farbenfroh gestaltet. Grünanlagen und Gärten durchbrechen die Hochhausreihen und sind begehrte Naherholungsgebiete. Tipp: Trabi-Safari
Mit dem Trabi geht es auf Safari durch den Großstadt-Dschungel. Hier kann man selber Trabi fahren und erhält dabei von dem Führungsfahrzeug über Funk Infos zu den Sehenswürdigkeiten. Download als PDF (226 KB)
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