Schleusenkrug

Schleusenkrug

Die Großstadt muss leider draußen bleiben

– © Pierre Adenis

An den Kamelen und Dromedaren vorbei in Richtung des rauschenden Wassers. Dort unter den hohen Bäumen steht der Schleusenkrug. 1954 eröffnete die Familie Fistler das Lokal an der Tiergartenschleuse – direkt auf dem Schleusenwärterhäuschen wurde es gemauert. An dieser Stelle hatten die Fistlers schon vor dem Krieg einen Kiosk mit Getränkeausschank und den Spaziergängern und Schiffspassagieren Eis und Erfrischungen angeboten. Heute gibt es eine wechselnde Speisekarte, das Highlight im Sommer: Frischgegrilltes sowie Leberkäs und Brezn unter freiem Himmel, aber der Gastraum mit 80 Plätzen ist das ganze Jahr und bei jedem Wetter geöffnet. Der Schleusenkrug ist eines der beliebtesten Ausflugslokale für die kurze Flucht zwischendurch, aber auch abends kommen viele zum Feiern her, denn es gibt immer mal wieder live-Musik, schließlich stört man niemanden in seiner Nachtruhe, außer vielleicht die Kamele im Zoo. In Hörweite von den Tieren, aber so weit drin im Tiergarten, dass man von der Großstadt nichts mehr mitbekommt.