Porzellan für Könige und Kaiser

Porzellan für Könige und Kaiser

Die KPM-Welt.

Design Kurland – © Königliche Porzellan Manufaktur

Langsam streicht die Malerin mit dem Pinsel über das Porzellan, nimmt noch einmal Farbe auf, setzt zwei letzte kleine Striche. Dann ist der Teller mit dem Blumendekor fertig: ein Teller aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) in Berlin. Seit fast 250 Jahren werden in dem ältesten noch existierenden Manufakturbetrieb der Hauptstadt kleine und große Porzellankunstwerke hergestellt.
Wie das funktioniert, können Besucher bei einem Rundgang durch die „KPM-Welt“, die Dauerausstellung der Porzellan-Manufaktur, beobachten. Dabei gucken sie den Porzellanmachern in der Schauwerkstatt direkt über die Schulter, bekommen in der historischen Ofenhalle erklärt, wie aus den Rohmaterialien Kaolin, Feldspat und Quarz Porzellan entsteht und können sich in den Kellerräumen die wertvollen Formen der Manufaktur ansehen.
Besonders interessant an der Ausstellung sind zudem die verschiedenen Stilepochen, von Rokoko bis zu klassischer Moderne, und die Zusammenhänge zwischen der Geschichte der KPM und der Geschichte Preußens. Sieben Könige und Kaiser nannten die KPM im Laufe der Zeit ihr Eigen. Vielleicht haben sich die Ausstellungsmacher im Boccherini-Saal deshalb dieses besondere Highlight ausgedacht: Damit die königliche Tischkultur tatsächlich erlebbar wird, kann der Saal samt der prunkvoll gedeckten Tafel für Veranstaltungen gemietet werden.