Liebermann-Villa am Wannsee

Liebermann-Villa am Wannsee

Das Haus des Sommers

Liebermann-Villa – © Scholvien

Gäbe es nicht das kleine Kassenhäuschen, man könnte denken, Max Liebermann blicke gleich um die Ecke, um dem Besucher eine Tasse Tee auf der Terrasse seines Hauses anzubieten. Die Liebermann-Villa ist ein paradiesischer Ort: Der Berliner Maler Max Liebermann floh in sein Refugium am Wannsee aus dem laut und schmutzig gewordenen Berlin. Nach behutsamer und liebevoller Wiederherstellung des Hauses und des ursprünglichen Gartenkonzepts, kann man es ihm heute – zumindest als Besucher – gleichtun.

Mein „Schloss am See“ nannte Liebermann seine Villa liebevoll, und drückte damit seinen ganzen Stolz auf seinen Sommersitz am Wannsee aus. Wie damals wuchern auch heute in dem zur Straße gelegenen Bauerngarten Dahlien, Stockrosen und viele weitere Stauden um die Wette. Zum See hin geben die großen Fenster der Villa den Blick frei auf ein Birkenwäldchen. Weiße Holzstühle und ein Teepavillon laden zum Verweilen ein.

Seit mehr als 100 Jahren steht die Villa nun am Wannsee. Sie wurde nach genauen Vorstellungen des Malers entworfen. Ab 1910 verbrachte der Berliner Maler mit Frau, Tochter und später auch mit seiner Enkeltochter die Sommer in seinem Haus am Wannsee. Mehr als 200 seiner Gemälde entstanden hier. 2006 konnte die Villa dank des Engagements der Max Liebermann Gesellschaft mit rund 40 Originalwerken des Malers als Museum eröffnet werden. Stück für Stück entstanden Haus und Garten nach historischem Vorbild. Wer möchte, kann selbst dazu beitragen: Patenschaften für Bäume, Sträucher, Blumenbeete oder Räume kann jeder übernehmen.