ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf

ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf

Vom Herrensitz mit Landschaftsgarten zum Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum

– © visitBerlin, Foto: Peggy Gallert
Blick von der Terrasse – © Jan Frontzek
Kronleuchter (Detail) – © Jan Frontzek
Neue Einrichtung – © Jan Frontzek
Tagungssaal – © Jan Frontzek
Blick ins Oktogon – © Jan Frontzek
Schlossterrasse – © Jan Frontzek
Galerieräume – © Jan Frontzek
Der stille Schlosspark im Herbst – © Jan Frontzek
Schloss und Schlosspark im Winter – © visitBerlin, Foto: Jan Frontzek
Schloss Biesdorf in der Wintersonne (Detail) – © visitBerlin, Foto: Jan Frontzek
Schlosspark im Winter – © visitBerlin, Foto: Jan Frontzek

Umgeben von einem idyllischen und verwunschenen Park pröäsentiert sich das Schloss Biesdorf seit Herbst 2016 nach intensiver Sanierung als ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf.

Die neu entstandene Landmarke in der Berliner Kulturlandschaft widmet sich dem Zusammenspiel von Stadt-, Landschaftsentwicklung und Kunst im urbanen im landschaftlichen Kontext. Diese vielschichtige Thematik wird in wechselnden Ausstellungen durch internationale zeitgenössische Künstler reflektiert und in einen Dialog mit Positionen aus der ehemaligen DDR gestellt. Begleitend finden Künstlergespräche, Vorträge und Konzerte statt.

Schon die erste Ausstellung mit dem Titel Auftrag Landschaft ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit externen Kuratoren und dem Kunstarchiv Beeskow. Das Kunstarchiv Beeskow bewahrt rund 23.000 DDR-Kunst-Objekte aus aus öffentlichen Gebäuden - beispielsweise Erholungsheimen, Schulungszentren oder Gästehäusern - vor 1989 von Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen der DDR auf.

Das ZKR wird seit 2016 von der Grün Berlin GmbH betrieben und 2017 zur Internationalen Gartenausstellung IGA Berlin 2017 ein wichtiger Schauplatz der "IGA-Kunst".

Das Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum bietet seinen Besuchern mit dem pittoresken Schloss und dem schönen Park einen Ort der Erholung und gleichzeitig ein einmaliges Ensemble Berliner Kultur und Geschichte. Eine frei zugängliche Ausstellung zur Geschichte und Architektur des Gebäudes steht allen Besuchern offen. Hinzu kommt die spannende Auseinandersetzung mit der Kunst der Gegenwart und der DDR. Für das Wohl sorgt das malerische Café-Bistro und im großzügigen Empfangsbereich gibt es einen Museums-Shop.

Wechselvolle Geschichte

Die liebevoll "Schloss Biesdorf" genannte spätklassizistische Villa ist schon von Weitem dank ihres markanten, achteckigen Turms zu erkennen. Das herrschaftliche Wohnhaus von 1868 hat eine wechselvolle Geschichte durchlebt und ist das älteste Berliner Bauwerk des Architekten Heino Schmieden.
Schmieden und sein kongenialer Partner - der bekannte Martin Gropius - entwerfen u.a. den Martin-Gropius-Bau, das Gewandhaus in Leipzig und zahlreiche Krankenhäuser.

Das Schloss Biesdorf entsteht auf einem ehemaligen Rittergut für den Baron von Rüxleben im italienischen Villenstil, wird wegen Spielschulden und Fehlspekulation seiner Besitzer mehrfach verkauft, bis der Industrielle und Erfinder der Elektrotechnik Werner von Siemens das Schloss übernimmt. Sein Sohn, Wilhelm von Siemens, lässt den Schlosspark erweitern.

Wunderschöner Park und besondere Architektur

Der öffentliche Park ist vom renommierten Landschaftsarchitekten Alfred Brodersen im englischen Stil gestaltet mit einem Teich, einem historischen Eiskeller, geschwungenen Wegen, weiten Rasenflächen und einem wertvollen alten Baumbestand von Laub- und Nadelgehölzen. Sogar geschützte Singvögel- und Fledermäuse haben hier ihr Domizil. Außerdem befinden sich im Schlosspark ein Teepavillon und ein Lesegarten.

Einmalig in Berlin ist die Fassadengestaltung des Herrensitzes in einem historischen Baustoff, dem Romanzementmörtel, der hier in einem Rot-Ton eingefärbt wurde.

Vernachlässigung, Krieg und Wiederaufbau

1927 geht das Haus mit 20 Sälen in den Besitz der Stadt Berlin über. Später setzt eine Vernachlässigung ein und 1945 folgt ein Brand, dem die gesamte obere Etage zum Opfer fällt. Zwischen 2015 und 2016 erhält das Schloss sein lang vermisstes Obergeschoss wieder, wird im Inneren komplett renoviert und technisch ausgestattet. Auch die historische Fassade und der Außenbereich des Parks werden wiederhergestellt. Fotografien aus dem 19. Jahrhundert dienen den Architekten als Vorlage.

Barrierefreiheit

Der Zugang zum ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf ist barrierefrei gestaltet und die WC`s sind rollstuhlgeeignet.

Infobox

Alt-Biesdorf 55
12683 Berlin MARZAHN
Tel.: +4930 – 700 90 60

t [dot] dymkeatschloss-biesdorf [dot] de

Nach: Alt-Biesdorf 55
12683 Berlin

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Öffnungszeiten / Opening Times
Di, Mi, Fr - So: 10.00 - 18.00 Uhr
Do: 13.00 – 21.00 Uhr