„Da jehör ick hin!“
Als modernste Trabsportanlage Deutschlands wurde die Trabrennbahn Mariendorf im Jahre 1913 feierlich in Betrieb genommen. Umsäumt von Kastanienbäumen rahmen 32 Stallungen das 24 Hektar große Areal ein. „Ick hab noch eenen Koffer in Berlin, mir ziehts halt immer wieder mal da hin. Und wenn ick dann am Ma´Damm steh, und all die Pferde loofen seh, dann weeß ick, da jehör ick hin!“ So heißt es in einem alten Schlager.
Die im Jugendstil erbaute Tribüne überlebte glücklicherweise den Krieg, denn sie ist eine verschnörkelte Augenweide. In den Nachkriegsjahren erlebte die Trabrennbahn eine zweite Blüte. Seit 1952 wird das Deutsche Traber-Derby in Mariendorf ausgetragen. Der Kampf um das „Blaue Band“ gilt als das größte Trabsportereignis in Deutschland.
1972 wurde in Mariendorf das Tribünenhaus in Betrieb genommen. Das fünfstöckige Gebäude bietet für 5.000 Gäste Platz und zählt mit seiner Glasfront zu den modernsten Tribünenhäusern auf deutschen Rennbahnen.
Einen Besuch wert sind die 32 Stallungen, wo sich historische Fachwerkbauten mit dem modernen Baustil der Holzställe verbinden. Mehr als 800 Pferde können hier untergebracht werden. Auf dem Gelände befinden sich verschiedene kleine Gasthäuser zum Einkehren wie die „Traberpause“ oder „Champions Teehaus“.
Ganzjährig ist die Trabrennbahn Mariendorf Austragungsstätte von über 650 Rennen und zählt zu erfolgreichsten Trabrennbahnen Deutschlands.
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