Intermezzo der Berliner Traditionsoper in Berlin-Charlottenburg
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden vereint 250 Jahre Tradition mit Entwicklung und Innovation wie kaum ein anderes Haus der Stadt. Das historische Gebäude am Prachtboulevard Unter den Linden steht heute unter Denkmalschutz und wird derzeit aufwendig saniert. Seit der Spielzeit 2010/2011 bespielt das Ensemble der Staatsoper daher zusammen mit der Staatskapelle während der vierjährigen Bauzeit das Schiller Theater in Berlin-Charlottenburg.
Eine moderne Ausstattung und schlichte Eleganz zeichnen das neue Zuhause der Staatsoper aus. Das 1905 erbaute Theater war von 1951 bis 1993 als Teil der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin die größte Sprechtheaterbühne der Stadt. In den vergangenen Jahren diente das Schiller Theater überwiegend als Gastspielstätte größerer Musical- und Theaterproduktionen. Für den Einzug der Staatsoper wurden Einrichtung und Technik der Bühne an die Bedürfnisse der Oper angepasst.
Die erste Saison im Schiller Theater eröffnete die Staatsoper unter der neuen Intendanz von Jürgen Flimm am 3. Oktober 2010. Mit 17 Premieren und 335 Veranstaltungen gelang eine erfolgreiche Spielzeit, die sich auch in der Saison 2011|12 mit renommierten Regisseuren und Gastmusikern wie Anna Netrebko, Rolando Villazón und Plácido Domingo fortsetzt.
Auch im Schiller Theater bilden die von Daniel Barenboim gegründeten Festtage ein Highlight im Berliner Veranstaltungskalender: Künstler des Hauses bieten zusammen mit hochkarätigen Gastmusikern alljährlich zu Ostern ein erstklassiges Opern- und Konzertprogramm, das sich zu einem Magneten für Besucher aus aller Welt entwickelt hat. 2012 sind u.a. der renommierte Pianist Maurizio Pollini sowie die weltberühmte Filarmonica della Scala unter dem Dirigat von Daniel Barenboim zu erleben.
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