Raum der Stille
Raum der Stille
Ruheplatz inmitten der Stadt
Äußerst lebendig geht es auf dem Pariser Platz zu: Touristenströme ziehen vorbei, ein paar Angestellte eilen zur Mittagspause, auf der anderen Seite des Brandenburger Tors hupen die Autos. Aber im Raum der Stille ist es ruhig. Seit mehr als 15 Jahren gibt es im nördlichen Brandenburger Tor den Raum der Stille, der den Berlinern und ihren Gästen Gelegenheit gibt, zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Kaum 30 Quadratmeter groß, mit einfachen Sitzgelegenheiten und einem Wandteppich der ungarischen Künstlerin Ritta Hager zum Thema „Licht, das die Finsternis durchdringt“.
Hier werden weder Ideologie noch Religion beworben – der Raum der Stille ist eine Aufforderung zur Toleranz zwischen allen Nationalitäten und Weltanschauungen. Kein Wunder, denn der Raum wurde von einem berühmten Vorläufer inspiriert: dem Meditationsraum, den der damalige schwedische UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld 1957 im UNO-Gebäude in New York einrichten ließ.
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