So aufregend kann moderne Architektur sein!
Das Jüdische Museum ist das wahrscheinlich aufregendste Bespiel zeitgenössischer Architektur in Berlin. Am 9. September 2001 eröffnet, spiegeln Form und Stil des Museums ein komplexes Konzept von Chiffren, Codes und philosophischen Themen wider.
Das zickzackförmige Jüdische Museum geht auf einen Entwurf des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind zurück und ähnelt mit seinem schroffen, beinahe fensterlosen Äußeren einem zerborstenen Davidstern. Im Innern befindet sich neben den Ausstellungsräumen auch der fensterlose Holocaust-Turm. Draußen ist der Garten des Exils angelegt, in dem Pfeiler auf einer abschüssigen Ebene errichtet sind, welche die Isolation und Orientierungslosigkeit des Lebens im Exil widerspiegeln. Die Hauptachse, der „void“, schlägt eine Schneise durch die verschiedenen Abteilungen, und verdeutlicht die Leere beziehungsweise das nicht mehr Sichtbare der jüdischen Geschichte.
Seit Januar 1999 ist das Jüdische Museum der Öffentlichkeit zugänglich und stieß, obwohl zunächst noch „leer“, bereits auf großes Interesse. Im September 2001 wurde die Dauerausstellung eröffnet, welche die Geschichte und das Leben deutschsprachiger Juden erzählt.
Infos für Schulklassen
Das Museum bietet für alle Schulstufen verschiedene Führungen, Projekttage und Workshops an. Es können maximal 20 Personen an einer Führung teilnehmen, größere Gruppen werden aufgeteilt. Um den Museumsbesuch vorzubereiten, stehen für Lehrer Arbeitsmaterialien bereit. Der ermäßigte Eintritt beträgt 2,50 Euro. Es wird eine Anmeldung vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Termin empfohlen.

