Kulturelle und künstlerische Brückenschläge unter einem Dach
Im Inselstaat West-Berlin hatte sich mit den Berliner Festspielen eine Institution gegründet, die als „Schaufenster des Westens“ einen künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen Ost und West einforderte. Als Festival der Gegenwart verstanden es die Festspiele, selbstbewusst und am Puls der Zeit die neuesten künstlerischen Strömungen aus der ganzen Welt in die abgeriegelte Stadt zu holen.
Mit den zunächst als Orchesterfestival angelegten Berliner Festwochen hatte der kulturelle Brückenschlag 1951 begonnen, bald schon weiteten sich die Aktivitäten auf vielseitige Veranstaltungsreihen der Festspiele aus. Internationale Künstler aus den Bereichen Theater, Tanz und Musik fanden hier eine Plattform, ihre neuesten Produktionen über Genre- und Ländergrenzen hinweg vorzustellen.
Zu den renommierten Veranstaltungsreihen gehören mittlerweile die MaerzMusik – Festival für Neue Musik, das Berliner Theatertreffen im Mai, das Musikfest im September, die Berliner Lektionen im Renaissance-Theater, das JazzFest im November und die spielzeit‘europa im Winter. Darüber hinaus richten sich das Theatertreffen der Jugend (Juni), das Treffen Junge Musik-Szene und das Treffen Junger Autoren (beide im November) speziell an ein jugendliches Publikum. Neben den Festivals zeigen die Berliner Festspiele im Martin-Gropius-Bau ganzjährig Sonderausstellungen zu archäologischen und kulturhistorische Themen, moderner Kunst und Fotografie.
Seit 2001 haben die Berliner Festspiele mit dem Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße in Berlin-Wilmersdorf ein festes Zuhause. Ein Großteil der Festivalveranstaltungen findet mittlerweile in dem 1963 als „Theater der Freien Volksbühne“ erbauten Gebäude statt. 2010/2011 wurde das nach Plänen des Berliner Architekten Fritz Bornemann entworfene Haus renoviert und im Bereich der Bühnentechnik modernisiert, seit 2012 ist Dr. Thomas Oberender Intendant der Berliner Festspiele.
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