Freiluftbühne Waldbühne
Freiluftbühne Waldbühne
Das griechische Amphitheater nach Berliner Art
An Sommerabenden pilgern die Berliner mit und ohne Picknickkorb nach Westend, wo sich in unmittelbarer Nähe des Olympiastadions die Charlottenburger Waldbühne befindet. Die beliebte Freilichtbühne ist in ihrer Form einem griechischen Amphitheater nachempfunden und bietet ihren rund 22.000 Zuschauern dank der ansteigenden Sitzplätze optimale Sicht- und Hörverhältnisse.
Gebaut wurde die Berliner Waldbühne im Zuge der Baumaßnahmen zu den Olympischen Spielen 1936 und nach dem 2. Weltkrieg zunächst als Freiluftkino (u.a. als Spielstätte der Berliner Filmfestspiele) und für Rock-Konzerte, seit den späten 1960er Jahren kaum noch genutzt. Erst zu Beginn der 1980er Jahre wurde mit der heutigen Zeltkonstruktion über der Bühne wieder ein regelmäßiger Spielbetrieb aufgenommen.
Die Reihe „Kino in der Waldbühne“ mit den jährlichen Kultaufführungen der „Blues Brothers“ und der „Rocky Horror Picture Show“ erfreute sich bis zu ihrer Einstellung vor einigen Jahren großer Beliebtheit bei den Berlinern. Heute finden überwiegend Konzerte auf der Freiluftbühne statt. Bruce Springsteen, Depeche Mode, Die Ärzte und Eric Clapton sind nur einige der namhaften Musiker, die hier schon - teilweise mehrmals - auftraten.
Ein saisonaler Höhepunkt ist jedes Jahr im Juni das meist Monate im voraus ausverkaufte Konzert der Berliner Philharmoniker. Unter freiem Himmel beschließt das Orchester hier traditionell ihre Spielzeit und spielt zum Ende die „Berliner Luft“ aus Paul Linckes Operette „Frau Luna“.
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