Berliner Ensemble
Berliner Ensemble
Gelebte Geschichte in prächtigem Theaterbau
Von Max Reinhardt über Bertolt Brecht und Helene Weigel zu Heiner Müller und Claus Peymann: das Berliner Ensemble schreibt und ist Theatergeschichte von Beginn an. Im Jahr 1893 eröffnet das "Theater am Schiffbauerdamm" mit einer Uraufführung von Gerhart Hauptmanns "Die Weber". Carl Zuckmayers "Der fröhliche Weinberg" und "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill sind nur einige der wegweisenden Inszenierungen dieser Zeit.
Das Berliner Ensemble zieht 1954 in das Theater am Schiffbauerdamm. Bertolt Brecht inszeniert hier u.a. sein Stück "Der kaukasische Kreidekreis". Nach seinem Tod leitet Helene Weigel das BE weitere 15 Jahre, bevor die Regisseurin Ruth Berghaus in den 1970ern Jahren eine Umorientierung des Theaters startet.
Bis heute ist das Theater geprägt durch vielseitige Einflüsse und immer wieder neue Ideen. Zu Beginn der 90er Jahre entstand gar eine fünfköpfige Direktion bestehend aus den Regisseuren Matthias Langhoff, Fritz Marquardt, Peter Palitzsch, Peter Zadek und dem Schriftsteller Heiner Müller. Seit 1999 leitet der heutige Intendant Claus Peymann das Theater und bringt neben Klassikern auch zeitgenössische deutschsprachige Literatur von Thomas Bernhard, Hans Magnus Enzensberger, Rainer Werner Fassbinder, Peter Handke, Elfriede Jelinek, Einar Schleef, Christa Wolf u.v.a. auf die Bühne.
Neben dem großen Saal entstanden während Peymanns Intendanz auch eine neue Probebühne sowie der Ausbau des Pavillons. Hier erweitern auch Konzerte und Lesungen das umfangreiche Repertoire des Berliner Ensembles.
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