Ungewöhnliche Läden

Was man "nicht" braucht

© LOUyLOU
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Design-Sattelschoner, ein Huhn zum Reiten oder den passenden Schrank zur Schublade – egal, was man auch sucht, in Berlin findet man es. Und dazu noch alles, was man noch nie gesucht hat und von dem man nie geahnt hat, dass es überhaupt existiert. Berlin ist ein Mekka für verrückte Läden.

Wer durch die Szene-Kieze in Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte streift, die Geschäfte in Straßen wie der Oranien- und Oranienburger, der Neuen Schönhauser und denen rund um den Kollwitzplatz durchstreift, findet alles Mögliche: zum Beispiel Friseure mit Stechuhr neben der Tür. Wohlgemerkt: für die Kunden, nicht für die Angestellten. Bei Timecutter bemisst sich der Preis nach der Zeit. Die drei Läden sind in der Schönhauser Allee 43a, der Jägerstraße 63b und der Boxhagener Str. 22.

Modernes Berliner Lebensgefühl gibt es auch in Form von Designer-T-Shirts zu kaufen. Batik war gestern, jetzt gibt es Airbrush: Der Künstler Trozmo Noid macht aus langweiligen unifarbenen T-Shirts wahre Kunstwerke. Seit den Neunziger Jahren peppt der Sachse mit dem futuristischen Künstlernamen Shirts mit Airbrush-Motiven auf. Graffitis gibt es ab 15 Euro, Porträts ab 100. Zu finden ist er im Europa-Center in Berlin Charlottenburg. Eigentlich wollte Trozmo Noid Kunst studieren – nun macht er sie einfach. In Berlin ist eben jeder seines Glückes Schmied.

Und nicht nur das: Er ist auch der Schmied seines Trauringes – in der Trauringschmiede im Atelierhaus Mengerzeile in Alt-Treptow. Und wenn dann nach der Hochzeit der Nachwuchs naht oder sich bei einem der Partner eine nostalgische Kindheitserinnerungsphase einstellt, ist der „Spielzeugladen an der Kaisereiche“ in der Saarstraße 2 in Schöneberg genau die richtige Adresse. Dort gibt es exklusive Playmobil- und Lego-Sammlerstücke. Die „Toyboxx“ in der Nürnberger Straße 24a in Berlin Charlottenburg führt hingegen Comics und Actionfiguren. Für klassische Männchensammler ist „Berliner Zinnfiguren“ ein Dorado – alles ist dort im Angebot von Mann bis Pferd, egal ob Flach oder Vollfigur. Einfach in der Knesebeckstraße 88 vorbeischauen.

Sie haben nicht alle Schubladen im Schrank? Oder eine Schublade über? Und Ihnen fehlt ein passender Schrank? Franziska Wodicka baut ihn für Sie. Die Wahlberlinerin gestaltet neue Schränke zu alten Laden und erschafft so ganz besondere Möbelstücke. Den schubLaden finden Sie in der Böckhstraße 46 in Berlin Kreuzberg.

Und wenn Sie dann nach einer anstrengenden Shopping-Tour gemütlich zur Ruhe kommen wollen, bietet sich das Reithuhn Frieda an. Es ist eine aus Ökostoff hergestellte, sehr bunte Kreuzung zwischen Schaukelpferd und Huhn, gefertigt in einer sozialen Werkstatt in Berlin. Erfunden wurde das Reithuhn von Nicole Srock-Stanley und Susanne Moller, die gemeinsam das Label LOUyLOU betreiben. Dort gibt es noch so manche Kuriositäten zu entdecken. Allerdings nicht die äußerst bequemen und schönen Sattelschoner von www.homerberlin.de. Die gibt es Schwesterherz in der Gärtnerstraße 28 in Berlin Friedrichshain.