Tempelhof

Tempelhof

Heimat von Bushido und dem Bürgermeister.

Luftbrückendenkmal – © visitBerlin.de / Koch

Er war weltweit bekannt als der Flughafen der Freiheit und machte den Bezirk berühmt: der Flughafen Tempelhof. Bis zu seiner Stilllegung am 30. Oktober 2008 war er einer von drei Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin. Nun ist er die grüne Lunge des Bezirks, ein 386 Hektar großer Freiraum, der die Modemesse Bread & Butter beherbergt und seiner zukünftigen Bestimmung harrt.

Doch bevor es um die Zukunft gehen soll, ein Blick in die Vergangenheit: Die Dörfer Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Rixdorf wurden von den Tempelrittern gegründet. Papst Clemens V. löste den Orden 1312 auf und übertrug dessen Besitz dem Johanniterorden. Der verkaufte 1435 die vier bis dahin eigenständigen Dörfer an die Stadt Berlin.

Heute ist Tempelhof geprägt von einer Mischung aus Mietshaus- und Einfamilienhaus-Siedlungen sowie Industrie- und Parkanlagen, dazu gibt es auch einige Laubenkolonien.
Die Gewerbe- und Industrieflächen sammeln sich in typischen Industriestraßen wie der Gottlieb-Dunkel-Straße oder der Teilestraße. Sie ziehen sich insbesondere entlang des Teltowkanals. Doch so wie die ganze Stadt Berlin erst nach dem Mauerfall ihre attraktiven Wasserlagen entdeckt, so blüht der Teltow-Kanal auch erst seit kurzem in Tempelhof auf: Auf einem Gelände, das jahrzehntelang als Schrottplatz verwendet wurde, ist nun eines von Berlins schönsten Einkaufszentren entstanden: der „Tempelhofer Hafen“. Nirgendwo in Berlin schmeckt das Fischbrötchen so gut wie dort, mit Blick aufs Wasser und die dabei langsam vorbei dümpelnden Lastkähne.

Direkt gegenüber, am anderen Ufer steht das Ullsteinhaus. In dem monumentalen Bau aus roten Backsteinen, wurden bis in die 1960er Jahre die Zeitungen des Ullstein-Verlages gedruckt. Heute gibt es dort ein Modezentrum und viele andere kleine Betriebe.
Wer den Nervenkitzel des Wettens liebt, wird weiter in Richtung Süden fahren. Dort liegt die „Trabrennbahn Mariendorf“. Dort kann man beim Wetten auf Ross und Reiter Gewinne einstreichen oder einfach nur Spaß haben.

Auch an Kultur hat Tempelhof einiges zu bieten: Die Ufa-Fabrik veranstaltet Konzerte, Kabarett, Comedy und Kinderfeste. Sie hat einen Kinderbauernhof und eine für ihr Vollkornbrot bekannte Bäckerei. Die C-Halle am Flughafen ist ein renommierter Veranstaltungs-Ort für Pop-Konzerte.

Die Tempelhofer schätzen ihren Bezirk besonders wegen seiner „Kiezigkeit“. Das heißt: der Stadtteil ist trotz allem Wachstum doch ein Dorf geblieben. Und das im besten Sinne. Jeder kennt jeden. Und jeder erkennt jeden. Rapper Bushido kommt aus Tempelhof und auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ist mit dem Wasser des Teltow-Kanals getauft.

Tempelhof im September

Egal ob Kunst oder Musik – der September ist voller Veranstaltungshighlights. Bei der Berlin Music Week treten sowohl Neuentdeckungen als auch internationale Stars auf. Die aufregende Kunstszene präsentiert sich bei der Berlin Art Week.

Wer Lust bekommen hat, die Berliner Bezirke weiter zu entdecken, findet zahlreiche Kiez-Geschichten in unserem Reiseführer Kiez erleben, der online hier bestellt werden kann.

Kommentare

Tempelhof bleibt das Dorf in der Großstadt,das ist auch "gut so."

Tempelhof bietet weit mehr als nur die Heimat von Bushido und unserem Party- Bürgermeister Wowi. . . es lohnt sich! das neue Tempelhofer feld kann ich nur empfehlen!