Filmstadt Berlin

Filmstadt Berlin

Hinter den Kulissen

Metropolis – Rechtefrei
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Berlinale – © Berlinale

In den letzten Jahren hat sich die Stadt zu einem wichtigen Standort für Filmproduktionen entwickelt. Große Regisseure und international bekannte Stars drehen hier.

Und nach Hollywood ist nun auch Bollywood dem Ruf Berlins gefolgt: im Herbst 2010 stand Indiens Megastar Shah Rukh Khan für seinen Thriller Don 2 in der deutschen Hauptstadt vor der Kamera.

100 Jahre Film: Babelsberg

Der Geschichte des Berliner Filmschaffens ist eng verknüpft mit dem Studio in Babelsberg vor den Toren der Stadt. 2012 feiert das Studio Babelsberg sein 100-jähriges Jubiläum. Seit Jahrzenten werden hier bedeutende deutsche und internationale Produktionen gedreht: von frühen Meisterwerken des Stummfilms bis zu heutigen Blockbustern.
Auf dem Gelände befindet sich auch der Filmpark Babelsberg, der den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen erlaubt und mit spektakulären Shows und atemberaubenden Stunts filmreif unterhält.

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Die ganze Welt des Films: Museum für Film und Fernsehen Berlin

Zu einer faszinierende Zeitreise durch die deutsche Filmgeschichte lädt das Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz ein. Vor allem Fans von Marlene Dietrich kommen auf ihre Kosten, denn ihr Nachlass steht im Mittelpunkt der Ausstellung. So kann man ihre winzigen Schuhe, den Kosmetikkoffer und Kostüme, darunter den legendären Schwanenmantel, bestaunen.

Wo wurde was gefilmt? Drehorte in Berlin

Der Gendarmenmarkt, die Oberbaumbrücke, die Friedrichstraße, die Staatsbibliothek – alle diese Orte waren schon Schauplätze von Filmen. Nicht immer waren diese Orte tatsächlich auch als Berliner Lokalitäten zu erkennen, sondern wurden zu Londoner Börsen (In 80 Tagen um die Welt), Moskauer Straßen (Die Bourne Verschwörung) oder Pariser Cafés (Inglourious Basterds).

Die Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain war Teil der Strecke in Lola rennt, welche Franka Potente entlang hetzte. Im aktuellen Thriller Unknown stürzte das von Diane Kruger gelenkte Taxi von der Oberbaumbrücke in die Spree. Im Film gibt es auch eine rasante Autoverfolgung durch die Friedrichstraße und eine Explosion im Nobelhotel Adlon. Explosiv geht es auch in The International von Tom Tykwer zu, dessen erste Szene am Hauptbahnhof spielt. Das Sonycenter am Potsdamer Platz wurde für den Finanzthriller zum Sitz einer Brüsseler Bank .

Im Film Der Himmel über Berlin sitzt der Engel Bruno Ganz auf der Siegessäule und überblickt das noch geteilte Berlin, die eindringliche Anfangssequenz spielt in der Staatsbibliothek im Tiergarten. Die geheimnisvollen Tiefen des Tiergartens und der Potsdamer Platz waren 2005 Schauplätze von Christian Petzolds Gespenster.

Billies Wilder Berlin-Komödie Eins, Zwei, Drei von 1961 spielte auf dem Flughafen Tempelhof und am Brandenburger Tor, das allerdings aufgrund des Mauerbaus während in München nachgebaut werden musste.

In der Wedekindstraße in Mitte befindet sich die Wohnung des Schriftstellers aus Das Leben der Anderen. Der Oscar -nominierte Film von Florian Henckel von Donnersmarck spielt in Berlin zu DDR-Zeiten. Drehorte waren auch die Volksbühne und die ehemalige Karl-Marx-Buchhandlung.

Die berühmte Kahnfahrt aus Die Legende von Paul und Paula machte die Rummelsberger Bucht so berühmt, dass der Uferweg Paul und Paula-Ufer getauft und eine Bank für Verliebte aufgestellte wurde. Der stillgelegte Vergnügungspark Spreepark bildet den perfekten Rahmen für die märchenhaft- morbide Stimmung des Films Wer ist Hanna?.

Den berühmten Schweinbraten bekommt immer noch in der Kreuzberger „Weltrestaurant Markthalle“ serviert, wo Herr Lehmann aus Leander Haußmanns gleichnamigen Film seine Zeit im Vorwende-Berlin verbrachte. Typisch Berliner Lebensgefühl zeigt auch der anrührende Sommer vorm Balkon (2005) von Andreas Dresen, der am Helmholtzplatz gedreht wurde.

Magische Säle: Kinos in Berlin

In den letzten Jahren haben viele Berliner Kinos geschlossen, so zuletzt das Kudammkino Broadway und bald auch die Kurbel in Charlottenburg . Dennoch bietet die Stadt eine aufregende Kinolandschaft, in der es neben den großen Multiplexhäusern mit den aktuellen Blockbustern auch Arthouse-Kinos mit anspruchsvollem Programm und charmante alte Kinos behaupten. Kinogänger haben in Berlin jeden Tag die Wahl zwischen angesagtem Mainstream, experimentellen Kunstfilmen und Aufführungen alter Meisterwerke.
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Berliner Filmfestivals

In Berlin ist jeder Tag ein Filmfest. Neben dem regulären Kinoprogramm zeigen täglich große und kleine Festivals besondere Genres, Länder oder Regisseure. Neben britspotting für englische Filme, dem Film Polska für polnische Filme hat sich achtung berlin ganz den Filmen aus der Region verschrieben. Das Festival zeigt Filme und Dokumentionen aus und über Berlin und Brandenburg, wobei es immer wieder spannende Entdeckungen zu machen gibt.

Das größte Filmfestival ist die Berlinale im Februar. 1951 gegründet, zählen die Filmfestspiele Berlin heute neben Cannes und Venedig zu den internationalen A-Festivals. Neben dem Wettbewerb, bei dem sich internationale Top-Stars auf dem roten Teppich tummeln, gibt eine Vielzahl weiterer Sektionen mit Weltkino, Kinderfilmen, Neuentdeckungen und Experimenten. Die Filme laufen in Publikumsvorführungen, so dass neben Filmschaffenden, Schauspielern, Journalisten auch Zuschauer aus aller Welt anreisen, um ihrer Filmleidenschaft zu frönen.

Wie hieß der Schauspieler nur? Das 1. Berliner Filmtablequiz

Filmnerds, die sich mit Gleichgesinnten in ihrem cineastischen Wissen messen möchten, treffen sich alle zwei Monate im SO36 zum 1. Berliner Filmtablequiz. Gemeinsam in Gruppen beantwortet man Fragen quer durch die Filmgeschichte, von Renoir bis Romero, von Buñuel bis Bay. Aber Achtung: das Niveau ist hoch und die Bandbreite der Fragen breit.