Berlin als Wissenschaftsstadt

Mit Kind und Hegel

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Mit der Erde und der Sonne hatte die Kirche bekanntlich schon immer so ihre Probleme. Aber irgendwann musste doch nun wirklich mal Schluss sein. Im Jahr 1582 hatte Papst Gregor die Faxen dicke und strich einfach zehn Tage aus dem Kalender, damit Kalender- und Sonnenjahr endlich wieder übereinstimmten. Was zur lustigen Folge hatte, dass die Katholiken fortan den Protestanten, die diesen Kalenderstreich nicht mitmachen wollten, einige Tage im Jahr voraus waren.

So geht das doch nicht – fand der damals schon recht bekannte Mathematiker und Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz. Und so ging er im Jahr 1710 zu seinem Kurfürsten Friedrich III. und bat ihn, ein Observatorium zu gründen, um die Gestirne zu beobachten und dem Hokuspokus aus Rom ein Ende zu machen. Der brandenburgische Kurfürst fand die Idee gut. Und so kam es, dass Berlin wenige Monate später zwar immer noch nur 20.000 Einwohner, aber dafür hochoffiziell eine Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften hatte.

Gut 300 Jahre ist das nun her. Und die Wissenschaften haben in Berlin ganz schön Karriere gemacht. Es wurden die Humboldt-Universität und die Max-Planck-Gesellschaft gegründet. Leibniz wirkte an der Spree als Universalgelehrter, Albert Einstein vollendete hier seine Relativitätstheorie, Konrad Zuse baute den ersten Computer und erst vor zwei Jahren erhielt der Berliner Gerhard Ertl den Nobelpreis für Chemie.

Aber in Berlin schrieben nicht nur Männer Wissenschaftsgeschichte, auch Forscherinnen machten sich einen Namen: Lise Meitner forschte hier zu den Grundzügen der Radioaktivität. Und für ihre Erfolge in der Tuberkuloseforschung erhielt Lydia Rabinowitsch-Kempner 1912 als erste Frau einen Professorentitel. Berlin ist eine Wissenschaftsmetropole. Neben den vier staatlichen Universitäten, vier staatlichen Fachhochschulen sowie drei staatlichen künstlerischen Hochschulen mit rund 127.000 Studierenden gibt es zwei kirchliche und 23 private Hochschulen. Insgesamt sind rund 135.000 Studierende in Berlin eingeschrieben.
Zahlreiche hochkarätige Forschungsinstitutionen von internationaler Bedeutung haben ihren Sitz in der Hauptstadt. In den nächsten Jahren soll der Wissenschaftsbereich weiter wachsen: Die Haushalte der Hochschulen steigen bis 2013 jährlich weiter an; zudem wird es 25 Prozent mehr Studienanfänger-Plätze geben.

Weltberühmt sind die Berliner Sammlungen – von Rudolf Virchows anatomisch-pathologischen Präparaten über die Bestände des Botanischen Museums bis hin zu jenen des Naturkundemuseums und der Antikensammlung der Staatlichen Museen.

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    1.

    Humboldt-Universität zu Berlin

    Humanität und Wissenschaft

    Unter den Linden
    6, 10099 Berlin - Mitte
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    2.

    Botanisches Museum

    Von der Seerose bis zum Giftpilz

    Königin-Luise-Straße
    6-8, 14195 Berlin - Zehlendorf
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    3.

    Pergamonmuseum

    Antike Schätze in Berlins meistbesuchtem Museum.

    Bodestraße
    1-3, 10178 Berlin - Mitte
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    4.

    Martin-Gropius-Bau

    Internationale Kunst in geschichtsträchtigem Bau

    Niederkirchner Straße
    7, 10963 Berlin - Kreuzberg
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