Ausgezeichnet Grün

Ausgezeichnet Grün

Ein Spaziergang durch Berliner Parks

Gärten der Welt – © visitBerlin

Die schönsten Grünanlagen Berlins wie die Gärten der Welt wurden international ausgezeichnet. Zu Recht...

Gärten der Welt

Die grüne Fahne ist die höchste Auszeichnung, die die Briten für Grünanlagen zu vergeben haben. In allen sieben Kriterien – vom Umgang mit den Besuchern, über Sauberkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit bis hin zum Management – erhielten die „Gärten der Welt“ Bestnoten. Wirklich verwunderlich ist das allerdings nicht. Denn die Gärten, die 1987 ihre Tore öffneten, sind schon lange ein Mekka für Gartenfreunde aus der ganzen Welt. Schließlich finden die Besucher mitten in Marzahn Natur, Ruhe und Erholung – und können zudem eine Reise durch die Kulturgeschichte des Gartens unternehmen.
In den „Gärten der Welt“ gibt es einen chinesischen, einen japanischen, einen koreanischen, einen balinesischen und einen orientalischen Garten, dazu einen italienischen Renaissancegarten, einen Staudengarten sowie einen englischen Irrgarten mit Labyrinth. Im letzten Jahr ist ein christlicher Klostergarten eröffnet worden.

Schlosspark Biesdorf

Natürlich sind die Gärten in Marzahn nicht die einzige ausgezeichnete Grünanlage der Hauptstadt. Nur ein paar Kilometer entfernt befindet sich der Schlosspark Biesdorf mit mehr als 100jährigen Eichen und Buchen, einem hübschen Fontänenteich, einem Teepavillon und dem Schloss. Alles zusammen so schön, dass die Engländer auch diesem Park die grüne Flagge verliehen haben!

Britzer Garten

Ebenfalls ausgezeichnet ist auch der Britzer Garten: Vor einigen Jahren wurde er unter die Top Ten der schönsten Gärten Deutschlands gewählt. Und am schönsten ist es im Britzer Garten natürlich im Frühling, wenn auf einer rund zwei Kilometer langen Route Narzissen, Krokusse, Tulpen und Traubenhyazinthen blühen. Doch auch sonst kommen die Besucher der 90 Hektar großen Parkanlage auf ihre Kosten. In der Mitte des Gartens liegt ein großer See mit Stränden, Buchten, Brücken und Röhricht. Es gibt Cafés, eine Museumsbahn, einen Rosengarten mit mehr als 150 Arten und einen Hexengarten mit unzähligen Heilkräutern. Unangefochtenes Highlight ist jedoch die 1865 erbaute Britzer Mühle mit ihren zwölf Meter langen Flügeln. Noch heute wird mit ihr Mehl gemahlen.

Natur-Park Schöneberger Südgelände

Das ganze Gegenteil des Britzer Gartens finden Besucher im Natur-Park Schöneberger Südgelände. Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs in Berlin-Tempelhof hat sich in den vergangenen 50 Jahren mitten in der Großstadt ein wahrer Dschungel entwickelt, in dem zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu Hause sind. Kenner können dort fast 50 Vogel- und beinahe 100 Bienenarten zählen. Besonders spannend sind auch die Überbleibsel der alten Bahnanlagen: ein Wasserturm, eine alte Dampflok, eine Drehscheibe, Schienenstränge, Wasserkräne, die Brückenmeisterei und die Lokomotivhalle. Übrigens: Auch der Natur-Park Schöneberger Südgelände ist ausgezeichnet – im Jahr 2000 gehörte er zu den „Weltweiten Projekten“ der EXPO 2000.

Gleisdreieck Park

Damals, vor zehn Jahren, war an den Gleisdreieck Park noch nicht zu denken. Doch derzeit entsteht auf dem Gelände zwischen Anhalter Bahnhof und Yorkstraße, nicht weit entfernt vom Potsdamer Platz, schon wieder eine neue Berliner Grünfläche. Der Ostteil des Parks ist mittlerweile fertig und begehbar. Wenn alles fertig ist, soll der Garten viel Raum für Bewegung, Erholung und Begegnung bieten: im interkulturellen Rosenduftgarten genauso wie im Strandkino. Zwar hat das Park-Projekt bis jetzt noch keinen Preis gewonnen. Doch wir finden: Es ist so oder so eine ausgezeichnete Idee!