Auf die Füße

Das bunte Treptow und die leuchtenden Sterne – ein Spaziergang.

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Das Spreeufer entlang und durch den Treptower Park, am Schlesischen Busch vorbei oder durch die Tuschkasten-Siedlung – Treptow erlebt man am besten bei langen Spaziergängen – oder bei einer Reise zu den Sternen.

Durch den schönen Park

Beinahe menschenleer ist der Park an diesem Vormittag, dabei ist er doch das Herz Treptows. Am Uferweg schieben zwei Väter Kinderwägen vor sich her. Eine Hundebesitzerin wirft Stöckchen. Und am Himmel ziehen dichte Wolken dahin. Es ist kühl und still in diesen Tagen im Treptower Park. Eine Zeit zwischen Winter und Frühling, eine Ruhe, die etwas Himmlisches hat. Und es gibt kaum etwas Schöneres, als nun hier, in dem 1888 gebauten Volkspark an der Spree, durchs Grüne zu spazieren. Vorbei am Figurentheater Grashüpfer, vorbei am Treptower Hafen, wo die Fahrgastschiffe in der Saison zu ihren Rundfahrten ablegen.

Sowjetisches Ehrenmal: Gedenkstätte und Friedhof

Ein paar Schritte Richtung Süden, auf einem halbrunden Platz an der Puschkinallee, steht ein großes steinernes Tor zwischen den Bäumen – es ist der Eingang zum Sowjetischen Ehrenmahl, das Teil des Treptower Parks ist. Das 100.000 Quadratmeter große Areal ist gleichzeitig Gedenkstätte und Friedhof. Ein riesiges, symbolisches Gräberfeld mit 16 weißen Marmorsarkophagen. Ein Hügel mit einem begehbaren Pavillon, darüber eine Statue: ein russischer Soldat, der ein gerettetes deutsches Kind auf dem Arm trägt. Mehr als 5.000 Soldaten der Roten Armee sind hier begraben.

Hinauf zu den Sternen

Wer das beeindruckende Denkmal durchquert hat, gelangt am südöstlichen Ende des Parks zu einem besonderen Kleinod Treptows: der Archenhold-Sternwarte. Die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands besitzt ein 130 Tonnen schweres, historisches Riesenfernrohr, das mit 21 Metern Brennweite das längste bewegliche Linsenfernrohr der Erde ist. Bei wolkenverhangenem Himmel lässt sich der nördliche und südliche Sternenhimmel auch im Zeiss-Kleinplanetarium der 1896 eröffneten Sternwarte entdecken. Zudem lohnt es, sich die verschiedenen Ausstellungen anzuschauen: den knapp 300 Kilogramm schweren Meteoriten aus dem Barringer-Krater in Arizona oder das historische „Zimmer des Astronomen“.

Eine Pause machen

Dann allerdings wird es Zeit für eine Rast – zum Beispiel im Segelschiffrestaurant „Klipper“, das ganz in der Nähe der Sternwarte vor Anker liegt. Der 1890 in Groningen gebaute Zweimaster bietet eine exzellente Fischauswahl und gehört nicht von ungefähr zu den beliebtesten Fischrestaurants der Hauptstadt. Auch das historische Gasthaus „Eierschale Zenner“ ist nicht weit entfernt. Das klassizistische Restaurant, das 1822 vom Schinkel-Schüler Carl Ferdinand Langhans errichtet wurde, bietet eine gute Küche, musikalische Unterhaltung und einen fantastischen Blick über die Spree.

Flussabwärts oder flussaufwärts?

Nach dem Essen jedoch gilt es, eine Entscheidung zu treffen: Flussabwärts oder flussaufwärts? lautet die Frage. Die Spree hinab und zurück durch den Treptower Park findet man bald eine 30 Meter hohe Metall-Skulptur mit vielen kreisrunden Löchern. Die drei „Molecule Men“ des amerikanischen Bildhauers Jonathan Borofsky stehen mitten im Wasser und schauen über Treptow, Kreuzberg und Friedrichshain. Dabei haben sie auch den Turm am Schlesischen Busch in der Puschkinallee im Blick. Der zehn Meter hohe Wachturm mit Schießluken und Suchscheinwerfern war einst Teil der Grenzanlagen zwischen Ost- und Westberlin. Heute gibt es hier eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes sowie wechselnde Kunstschauen.

Abenteuer in der Wuhlheide

Wer dagegen flussaufwärts reist, erreicht nach einigen Windungen der Spree das FEZ Wuhlheide. In dem größten nicht-kommerziellen Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Europas warten unzählige Abenteuer auf die Besucher – etwa eine Reise zu den Sternen. Bevor diese beginnt, müssen sich die angehenden Astronauten mit Drehsessel und Taumelscheibe in Form bringen. Dann werden sie Teil der Raumschiffbesatzung und unternehmen einen virtuellen Flug zur Internationalen Raumstation ISS. Alle, die lieber auf dem Boden bleiben, können im Kindermuseum des FEZ Ausstellungen zu Themen wie Leben und Tod, Geld oder Gesundheit besuchen. Im Familienkino FEZino laufen die schönsten Kinderfilme. Und auf der Astrid-Lindgren-Theaterbühne wartet eine bunte Welt voller Musik und Poesie.

Die Tuschkasten-Siedlung

Auch die Gartenstadt Falkenberg, die sich ganz im Süden Treptows befindet und zum Welterbe der Unesco gehört, mutet an wie eine Märchenwelt. Der Architekt Bruno Taut hat sie zwischen 1913 und 1915 bauen lassen. „Tuschkasten-Siedlung“, wird sie genannt, denn ihr auffälligstes Merkmal sind die Farben: Orange und schwarz, ein blaues Schachbrettmuster an der Hauswand, rot-weiß gestreifte Fensterläden – die Häuser am Falkenberg, im Gartenstadtweg und im Akazienhof leuchten allesamt hell und bunt. Besonders, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres durch die Wolken blitzen. Dann gibt es beinahe nichts Schöneres, als genau hier durch Treptow zu spazieren.

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    1.

    Treptower Park

    Park an der Spree

    Alt-Treptow, 12435 Berlin - Treptow
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    2.

    Archenhold-Sternwarte Treptow

    Das längste Fernrohr der Erde

    Alt-Treptow
    1, 12435 Berlin - Treptow
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    3.

    Sowjetisches Ehrenmal Treptow

    Das größte sowjetische Ehrenmal steht im Treptower Park – zugleich ist es Friedhof für 5000 sowjetische Soldaten

    Puschkinallee, 12435 Berlin - Treptow
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    4.

    Eierschale Zenner

    Wasser, Grün & Berliner Luft in Treptow

    Alt-Treptow
    14-17, 12435 Berlin - Treptow
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    5.

    FEZ Wuhlheide Kinder-, Jugend-und Familienzentrum

    Das Paradies für Kinder

    An der Wuhlheide
    197, 12459 Berlin - Köpenick
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