775 Jahre Berlin: Jubiläumsfest

Volksfeste, Umzüge und Paraden

775 Jahre Berlin: Jubiläumsfest

Tagestipp
Jubiläumsfest 775 – © Sylvie Monier
Compagnie Carabosse – © Sylvie Monier
Compagnie Carabosse – © Cie Carabosse, Mila Kiev/775 Jahre Berlin
Titanick – © Ralf Emmerich

Das große Stadtfest ist der feierliche Abschluss des 775. Stadtjubiläums vom 28. April bis 28. Oktober 2012.
Nach einem offiziellen Festakt in Berlins ältester Pfarrkirche, der Nikolaikirche, wird die historische Stadtmitte mit Licht- und Klanginstallationen in Szene gesetzt. Über das ganze Wochenende bieten Händler im mittelalterlichen Treiben des Nikolaiviertels ihre Waren feil.

Einen ganz besonderen Höhepunkt der Feierlichkeit bildet die Compagnie Carabosse mit ihrer "Installation de Feu". Mit Einbruch der Dämmerung illuminieren die französischen Feuerkünstler das Zentrum Berlins. Die Besucher werden von Rythmen und Musik und effektvollen Feuerinstallationen entlang der historischen Stadtgrenze, zur Marienkirche, zum Neptunbrunnen oder der Spandauer Straße mit der Nikolaikirche geführt.

In demselben Areal inszeniert das größte Open-Air-Theater Deutschlands eine Welt voller Wunder und Überraschungen. Die Straßentheatergruppe Titanick wird ispiriert durch mittelalterliche Visionen vom Jenseits. Es entwickelt Situationen und Szenen, die den Zuschauer zum Nachdenken anregen und gleichzeitig inspiereren.

Compagnie Carabosse „Installation de Feu“

Die französischen Feuerpoeten von „Carabosse“ verwandeln mit ihren funkelnden Installationen vorgefundene Orte eindrucksvoll in ein Ambiente aus Traum, Verwunderung und Verzauberung. Die weltweit bekannte Compagnie konzipiert eigens für das Stadtjubiläum eine aufwändige Inszenierung im Berliner Zentrum. Mit Einbruch der Dämmerung illuminieren die Künstler die historische Stadtgrenze und das Areal zwischen Nikolaiviertel und Schlossplatz. Unzählige Flammen, brennende Holzkohle und mechanische Objekte beleben dann das Gebiet, das zuvor acht Wochen lang als „Stadt im Mittelalter“ markiert war. Geleitet von den Rhythmen der Musiker, können sich die Besucher frei und ohne vorgegebene Richtung in der Inszenierung bewegen.

Der natürliche Schein der Flammen erzeugt eine ungewöhnliche, stimmungsvolle Atmosphäre. Feuerspeiende Skulpturen, brennende Girlanden und eine unüberschaubare Anzahl lodernder Tontöpfe zaubern aus Punkten Linien, aus Eisenkonstruktionen flammende Skulpturen und aus Wasser eine brennende Flüssigkeit. Ungefähr 800 Feuertöpfe sollen die Konturen des mittelalterlichen Berlins zum Leuchten bringen.

Viele weitere Objekte kommen zum Einsatz, darunter „Chupas“ (mit brennender Holzkohle gefüllte Kugeln), “Tuyaux de Feu“ (metallische, rot leuchtende Röhren mit Inschriften unter-schiedlicher Kulturen) und „Réverbères de Feu“ (Feuerlaternen). „Edmond“ ist eine große mechanische Blume, deren Blätter sich ununterbrochen öffnen und schließen und die dabei pulverisiertes Wasser versprüht. Die beeindruckenden maschinellen Konstruktionen „Les Torchères“ wiederum erzeugen große Stichflammen und werden von den Künstlern effektvoll in Gang gesetzt. Zwischen all diesen Objekten kann das Publikum flanieren. Schaukeln und „Chaises chauffantes“ (beheizte Stühle) laden zum Verweilen und Aufwärmen ein.

Straßentheater mit Titanick

Im gleichen Areal kreiert die Straßentheatergruppe Titanick eine Welt voller Wunder, Eigentümlichkeiten und Überraschungen. Inspiriert durch mittelalterliche Visionen des Jenseits, wie sie sich in den Gemälden von Hieronymos Bosch oder den Beschreibungen von Dante in seiner “Göttlichen Komödie” finden, entwickelt das Theaterkollektiv Titanick einzelne Situationen und Szenen, die aufscheinen und wieder erlöschen und vom Zuschauer entdeckt werden wollen.

Es sind jahrhundertealte Traditionen europäischer Volkstheater, die Theater Titanick aufgreift und mit modernen Ausdrucksformen verbindet. So entstehen Bilderwelten, die für alle Kulturen verständlich sind und überall auf der Welt verzaubern. Theater Titanick wurde 1990 von Künstlern aus Münster und Leipzig gegründet, wenig später erweiterte sich die Gruppe zu einem internationalen Ensemble. Mit ihren skurrilen Inszenierungen gewannen sie mehrfach Preise. In diesem Jahr ist das größte Open-Air-Theater Deutschlands vom Fonds Darstellende Künste für den George-Tabori-Preis 2012 nominiert.

Organisation & Text: Kulturprojekte Berlin

Zum Veranstaltungskalender Nikolaiviertel am 28.10.2012

Infobox

Nikolaiviertel
Nikolaikirchplatz
10178 Berlin MITTE