Creation

Oper, Ballett, Tanz

Creation

Jahreshighlight
– © Ute Zscharnt/Alexander Krack (general_use)

Sasha Waltz hat in ihrer choreographischen Arbeit stets den Dialog zu anderen Künsten gesucht. In ihrer neuen Choreographie arbeitet sie zum ersten Mal mit der Künstlerin und Modedesignerin Iris van Herpen und dem Lichtdesigner Urs Schönebaum zusammen - die beide ebenfalls interdisziplinär arbeiten und den Austausch mit anderen künstlerisch-wissenschaftlichen Feldern suchen. Iris van Herpen verbindet in ihrer visionären, skulptural anmutenden Modekunst traditionelles Handwerk und digitale Technologie, Urs Schönebaum entwickelte das Lichtkonzept für Theater, Opern, Ausstellungen, Performances und Installationen weltweit - auch für Künstler wie Anselm Kiefer, Robert Wilson oder Michael Haneke

Tanz, Kostüm und Licht sind die tragenden Elemente dieser neuen Arbeit, die Sasha Waltz mit 14 Tänzerinnen und Tänzern ihrer Compagnie entwickelt. Erstmals seit "Gezeiten" 2005 an der Schaubühne am Lehniner Platz bringen Sasha Waltz & Guests eine Uraufführung in Berlin zur Premiere.

Sasha Waltz wurde in Karlsruhe geboren und studierte Tanz und Choreographie in Amsterdam und New York. Nach Gründung ihrer Kompagnie Sasha Waltz & Guests im Jahr 1993 und der Sophiensaele 1996 in Berlin, war sie von 2000-2005 Mitglied der Künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz, hier entstand u.a. die "Körper"-Trilogie. In den darauffolgenden Jahren befasste sich Sasha Waltz intensiv mit der Entwicklung eines neuen Genres, der choreographischen Oper. So entstanden u.a. "Dido & Aeneas" (2005), "Medea" (2007) und "Matsukaze" (2011) sowie verschiedene "Dialoge"-Projekte, wie 2009 im Neuen Museum Berlin und im MAXXI, Rom. 2012 choreografierte Sasha Waltz auf Einladung der Berliner Philharmoniker mit über 100 Schülern die Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin, 2013 entstand "Sacre" zur Musik Igor Strawinskys in Zusammenarbeit mit dem Mariinsky Theater St. Petersburg. Im gleichen Jahr wurde die Compagnie offiziell zum "Kulturbotschafter der Europäischen Union" ernannt, 2014 wurde sie vom Fonds Darstellende Künste mit dem "george tabori ehrenpreis" geehrt. Im April 2014 inszenierte Sasha Waltz im Auftrag der Staatsoper im Schiller Theater Wagners "Tannhäuser" unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Mit ihrer Compagnie Sasha Waltz & Guests brachte sie im September 2014 ihre Version des "Orfeo" von Claudio Monteverdi an der Dutch National Opera in Amsterdam zur Uraufführung. 2016 entwickelte Sasha Waltz das neue Format "ZUHÖREN" und eröffnete damit einen "dritten Raum" für Kunst und Politik. Auftakt für 2017 war die von Publikum und Presse begeistert aufgenommene choreographische Erkundung der Elbphilharmonie Hamburg "Figure Humaine" mit über 80 Künstlern und knapp 4.000 Besuchern. Eine Filmdokumentation wird demnächst im Streaming-Portal der Elbphilharmonie kostenfrei veröffentlicht. Für ihre Arbeit wurde Sasha Waltz vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt sie 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Seit Juni 2013 ist sie Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.

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Radialsystem V vom 09.06.2017 bis 18.06.2017

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