Eröffnung: Visionäre der Moderne. Paul Scheerbart, Bruno Taut, Paul Goesch

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Eröffnung: Visionäre der Moderne. Paul Scheerbart, Bruno Taut, Paul Goesch

Tagestipp
Paul Goesch, Festsaal, 1921 – © Berlinische Galerie: Schenkung der Erbengemeinschaft aus dem Nachlass des Künstlers, Urheberrechte am Werk erloschen, Repro: Kai-Annett Becker

Im Mittelpunkt der Ausstellung "Visionäre der Moderne" in der Berlinischen Galerie stehen Architekturvisionen und Zeichnungen dreier Visionäre des frühen 20. Jahrhunderts. Der Schriftsteller, Dichter und Erfinder Paul Scheerbart (1863-1915) konnte um 1914 den jungen Architekten Bruno Taut (1880-1938) für seine Ideen, mit farbigem Glas zu bauen, begeistern. Paul Goesch (1885-1940), ausgebildeter Architekt, schuf hunderte von phantastischen Zeichnungen. Er zählte zu jenem berühmten Forum für utopisches Bauen, dem 1919 von Taut ins Leben gerufenen Briefzirkel „Die Gläserne Kette“.

Die neue Kunst der jungen Weimarer Republik, deren Wirtschaft daniederlag, sollte sich aus den verschiedensten Quellen speisen, die Bauten gläsernen Grotten oder galaktischen Luftschlössern ähneln, gerade weil es kaum Mittel zum Bauen gab. „Träumer, Phantasten, Visionäre“ […] das ist letzten Endes das, was wir wollen: die Utopie!“ formulierte der Architekt Walter Gropius damals begeistert.

Die Ausstellung vereinigt etwa achtzig überwiegend noch nie gezeigte farbige Aquarelle von Paul Goesch aus der Sammlung der Berlinischen Galerie mit Zeichnungen und Texten Paul Scheerbarts, Bruno Tauts und weiterer Mitglieder der Gläsernen Kette.

Zum Veranstaltungskalender Berlinische Galerie - Landesmuseum für moderne Kunst, Fotografie und Architektur am 15.04.2016 um 10.00-18.00 Uhr

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