Stadtplanung

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Flughafen Tempelhof + Berliner Schloss

Flughafen Tempelhof – © Scholvien

Flughafen Tempelhof

Der Flughafen Berlin-Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands. Bis zum 30. Oktober 2008 war er neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin. Nachdem der Flughafenbetrieb mit dem 30. Oktober 2008 endete, stellte der Berliner Senat als Folgenutzungskonzept das städtebauliche Projekt Tempelhofer Freiheit vor.
Berlin hat für die nächsten fünf bis zehn Jahre eine große Zahl stadtentwicklungspolitischer Projekte vor, so dass der Nachnutzung des Flughafens Tempelhof eine langfristige Perspektive zukommt. Die Strategie sieht eine schrittweise Besiedlung des Tempelhofer Feldes vor, bei der Zwischennutzungen explizit Teil der Gesamtstrategie sind. Dazu hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter dem Motto „Tempelhofer Freiheit“ einen Planungsprozess eingeleitet, bei dem Ziele und Wege der Entwicklung auf breiter Basis öffentlich diskutiert und bestimmt werden. Im Jahr 2017 wird auf dem Gelände die Internationale Gartenschau stattfinden. Bis dahin entsteht auf den derzeit maroden Dachflächen eine rund 1200 Quadratmeter große Terrasse sowie ein Café und Restaurant.

Berliner Schloss

Das von den preußischen Königen und Kaisern als Hauptresidenz genutzte Stadtschloss wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1950 entschied der Generalsekretär des ZK der SED, Walter Ulbricht, das Stadtschloss als ein „Symbol des preußischen Absolutismus“ zu sprengen. Von 1973 bis 1976 wurde stattdessen der Palast der Republik erbaut, der jedoch von 2006 bis 2008 wieder abgerissen wurde.
2007 beschlossen der Bundestag und das Land Berlin, ab 2010 mit dem Wiederaufbau des Stadtschlosses zu beginnen. Im November 2008 wurde der weitgehend am historischen Vorbild orientierte Entwurf des italienischen Architekten Francesco Stella ausgewählt. Das neue Gebäude in der Form des Stadtschlosses soll den Titel Humboldt-Forum erhalten. Neben einer Bibliotheksnutzung für die nur wenige Meter entfernte Humboldt-Universität soll es auch als Ausstellungsort für die Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz dienen.